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WO KANN MAN BESICHTIGEN

DENKMäLER

Das Rathaus von Pamplona

Ort: PAMPLONA (31001)

Adresse: Plaza Plaza Consistorial

Bereich: Das Pamploneser Becken

Web: www.pamplona.net

Stil: Barock

Jahrhunderte der Erbauung: XV

Öffnungszeiten: De lunes a viernes, de 8:30 a 14:30.

Preis: Entrada gratuita

Telefonnummern: 10 - 948420100

Fax: 948420120

 

Jedes Jahr am 6. Juli um 12 Uhr mittags richten sich die Augen von Millionen von Menschen auf das Rathaus von Pamplona. Die Medien halten den spektakulären und von Tausenden von Zuschauern verfolgten Moment des "Chupinazo", der Eröffnung des San Fermín-Festes, fest.

 

Hierbei wird vom Rathaus aus eine Rakete abgeschossen, die den Startschuss für dieses weltberühmte Stadtfest darstellt. Das Rathaus liegt im Herzen der Altstadt von Pamplona. Dieser Standort ist kein Zufall. König Karl III. der Edle erließ im Jahr 1423 das "Privilegio de la Unión", ein Gesetz, das den Bau des sog. Casa de la Jurería an diesem Punkt, an dem die drei bisher existierenden Marktflecken Navarrería, San Saturnino und San Nicolás aneinander grenzten, anordnete.

 

Mit dieser Maßnahme wurden jahrhundertealte Streitereien und Auseinandersetzungen unter den Bürgern der drei Marktflecken beendet. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut, zum letzten Mal im 18. Jahrhundert. Diese Maßnahmen haben jedoch die Schönheit der Fassade, die barocke und klassizistische Elemente verbindet, in keiner Weise beeinträchtigt. Das Rathaus wurde in einem ehemaligen Graben im Niemandsland der bisher existierenden drei Verteidigungsbauwerke der Stadt errichtet. Es wurde zweimal abgerissen, zuletzt im Jahr 1951, aber die emblematische Fassade, die auf den Rathausplatz geht und die der Ordensbruder José Zay y Lorda entworfen hatte, blieb davon unberührt. Der Rathausplatz liegt auf der Strecke der berühmten Stierrennen.

 

Der stilreine obere Teil der Fassade besteht aus einem Giebelfeld, auf dem die Fama, die Allegorie des Ruhmes mit ihrem Horn dargestellt ist. Zu beiden Seiten prangen die Wappen von Pamplona und Navarra. In der Mitte die bekannte Rathausuhr aus dem 18. Jh., auf die sich kurz vor dem "Chupinazo", dem Startschuss für das San Fermín-Fest, alle Blicke richten. Rechts und links außen je eine große Herkules-Statue von Juan Lorenzo Catalán.

 

Die dreigeteilte Fassade ist durch dorische, ionische und korinthische Doppelsäulen gegliedert. Sie wechseln sich ab mit den Balkonen, deren Geländer mit goldenen Löwen, dem Symbol des Stadtwappens, geschmückt sind.

 

Im spätbarocken unteren Teil der Fassade befindet sich der Eingang, der von zwei steinernen Figuren flankiert wird. Sie stellen die Vernunft und die Gerechtigkeit dar. Beide Figuren, die im Jahr 1754 von José Jiménez geschaffen wurden, sind sehr populär in der Stadt. In der Eingangshalle prangt ein Wappen aus polychromiertem Holz, auf dem die Wappen der Borbonen (1753) dargestellt sind. Auf der Oberschwelle der inneren Tür steht die Inschrift: "Patet omnibus jauna, cor valde magis" ("Die Tür steht allen offen, aber vor allem das Herz").

 

Im Inneren des Rathauses ist vor allem die Empfangsetage im ersten Stock hervorzuheben. Dort befinden sich der Empfangssaal, das Bürgermeisteramt und der Plenarsaal. Der Empfangssaal ist besonders prunkvoll. Er ist geschmückt mit Porträts von Königin Isabella II., Pablo Sarasate, Julián Gayarre, einem Ölgemälde des Heiligen Fermín und, in der angrenzenden Kapelle, den Reliquien der Heiligen Fermín und Saturnino und einem Silberkreuz, das als die wertvollste Goldschmiedarbeit Pamplonas aus dem 16. Jh. gilt.

 

Im Plenarsaal finden in vierzehntägigem Rhythmus die Sitzungen des Stadtrates statt. In diesem Saal steht eine Vitrine, deren Inhalt an die Stadtgründung erinnert. Im Büro des Bürgermeisters werden die sieben Schlüssel der ehemaligen Stadttore, ein besticktes Exemplar der offiziellen Fahne und die drei Silberkeulen der Stadt, die bei den Prozessionen mitgeführt werden. Das Rathaus und seine Umgebung stehen im Mittelpunkt des Lebens der Altstadt und verdienen aus den hier genannten Gründen und aus anderen, die dem Besucher sicherlich nicht verborgen bleiben werden, seine ganze Aufmerksamkeit.

 

Erinnerungsfotos mit dem Rathaus im Hintergrund sind sehr beliebt und werden deshalb zu allen Tageszeiten gemacht. Besichtigungen des Rathauses finden als Gruppenführungen nach Voranmeldung statt.

Die Cámara de Comptos (Rechnungshof)

Ort: PAMPLONA (31001)

Adresse: Calle Florencio Ansoleaga, 10

Bereich: Das Pamploneser Becken

Stil: Gotisch

Jahrhunderte der Erbauung: XIII

Öffnungszeiten: de lunes a viernes, de 8:00 a 15:00. Sábados, domingos y festivos cerrado.

Preis: Gratis

Tel.: 848421400

Fax: 848421433

 

Die im 13. Jh. erbaute Cámara de Comptos ist der einzige heute noch erhaltene gotische Zivilbau der Stadt. Das Gebäude des Rechnungshofes wurde im Jahr 1868 zum Nationaldenkmal erklärt und ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Pamplona.

 

Es steht in der Calle Ansolega in der Altstadt und war ursprünglich ein Palast. In der Cámara de Comptos hatte bereits zu Zeiten des Königreichs Navarra von 1524 bis 1836 der Rechnungshof seinen Sitz. Diese Institution wurde von Karl II. im Jahr 1365 gegründet, um die königlichen Finanzen zu überwachen. Von außen fallen der Spitzbogen des Haupteingangs, die ebenfalls spitzbogenförmigen und kleinen Fenster sowie das Wappen mit den königlichen Waffen auf.

 

Ein kleiner überdachter Durchgang mit einem Spitztonnengewölbe führt zu einem netten und ruhigen Garten mit einem uralten Brunnen in der Mitte. Wenn Sie an einer der Führungen teilnehmen, die unter der Woche vormittags angeboten werden, dann können Sie die Münzen der verschiedenen Könige von Navarra sehen.

 

Man wird Ihnen auch Urkunden mit Anfragen an den Rechnungshof zeigen, die von den Königen unterzeichnet wurden. Dieses mittelalterliche Gebäude ist neben dem Palacio de los Virreyes, auch Capitanía genannt, der einzige Zivilbau dieser Epoche in Pamplona. Im Gebäude der Capitanía ist heute das Generalarchiv von Navarra untergebracht.

 

Die Cámara de Comptos steht inmitten der Altstadt, nahe einer Ecke der Plaza de San Francisco in der Calle Ansoleaga und unweit der Kirche San Cernin oder San Saturnino. Das Gebäude war ursprünglich der Palast von Don Pedro de Berrio, Freiherr von Otazu.

 

Trotz verschiedener Umbauten hat sich das Natursteingebäude seinen vornehmen Charakter erhalten, der durch den Spitzbogen des Eingangs, die kleinen zweigeteilten Fenster und das Profil seines Turms Kraft und Schlichtheit zum Ausdruck bringt.

 

Über der Tür ist das Gebäude wie zu einem Turm erhöht, der auf beiden Seiten von den königlichen Wappenschildern Spaniens flankiert wird. Sie wurden im 18. Jh. angebracht. Wenn Sie weitergehen, werden Sie einen schmalen Durchgang entdecken, der mit einem Spitztonnengewölbe überdacht ist. Er führt zu einem kleinen Innenhof. Von dort aus können Sie mit etwas Glück die Glockenschläge von San Cernin hören.

 

Die Cámara de Comptos ist eine Institution, die die Funktion eines Finanzgerichtshofes hatte. Sie zog Steuern ein, wachte über das königliche Vermögen und prägte Münzen. So war es von 1524 bis 1836. Gegen 1840 wurde die Cámara de Comptos Sitz der Denkmalschutzkomission von Navarra, und später wurde hier die Institution Príncipe de Viana untergebracht. 1980 wurde die Cámara de Comptos in Navarra als Kontrollinstanz der öffentlichen Finanzen der Autonomen Region wieder eingeführt, und Ende der 90er Jahre kehrte diese Institution in die Calle Ansoleaga zurück.

 

Der Sitz der Cámara de Comptos befindet sich in der Calle Florencio Ansoleaga, 8. Das Betreten des Innenhofs ist kostenlos. Er ist an Werktagen von 8.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Führungen finden ebenfalls werktags von 9.00 bis 13.30 Uhr statt. Hierfür ist eine telefonische Voranmeldung unter der Nummer 848 421 400 erforderlich.

Die San Fermín-Kapelle

Ort: PAMPLONA (31001)

Adresse: Calle Mayor (iglesia de San Lorenzo), 74

Bereich: Das Pamploneser Becken

Stil: Klassizistisch

Jahrhunderte der Erbauung: XVII-XVIII

Öffnungszeiten: de lunes a sábados, 18:30 a 19:00. Festivos, de 8:00 a 13:45 y 17:30 a 20:00.

Preis: Entrada gratuita

Tel.: 948225371

 

Während die Straßen Pamplonas die Bühne des weltbekannten San Fermín-Festes sind, ist die San Fermín-Kapelle in der San Lorenzo-Kirche der Treffpunkt der Gläubigen, die sich hier zu religiösen Feiern im Gedenken an den Schutzpatron der Stadt versammeln.

 

Wenige Stunden nach dem ?Chupinazo", der feierlichen Eröffnung des San Fermín-Festes am 6. Juli, findet sich der gesamte Stadtrat in Festkleidung in der Kapelle ein. In einem Gottesdienst wird der Vortag des großen Feiertags am 7. Juli begangen. Dieser Feiertag ist der einzige Tag im Jahr, an dem die Reliquie des Heiligen, eine polychromierte, versilberte Holzfigur aus dem späten 15. Jh. vor den staunenden Blicken Tausender Pamploneser und Besucher aus der ganzen Welt in einer feierlichen Prozession durch die Straßen der Stadt getragen wird. Zum Abschluss des Festes nach acht Tagen mit der Feier der Octava steht die Kapelle erneut im Mittelpunkt des Geschehens.

 

Auch an jedem anderen Tag des Jahres wird die Kapelle von Pamplonesern und Auswärtigen aufgesucht, und viele Brautpaare lassen sich in der Kapelle trauen. Hierfür muss man sich jedoch schon Jahre vorher anmelden. Die San Lorenzo-Kirche ist aus architektonischer Sicht kein herausragendes Bauwerk, Sie hat dagegen eine große emotionale Anziehungskraft, und deshalb finden hier alle religiösen Veranstaltungen des San Fermín-Festes statt.

 

Von ihrem ursprünglichen, im Mittelalter errichteten Bau, der Teil der Befestigungsanlagen der Stadt war, ist nur noch ein Turm erhalten. Die San Lorenzo-Kirche wurde einst im freien Marktflecken San Cernín von den dort lebenden Pamplonesern errichtet, da die Franken, die überwiegend aus Frankreich kamen und als freie Männer mit Privilegien ausgestattet waren, es ablehnten, ihre öffentlichen Versammlungsorte mit den Einheimischen zu teilen.

 

Die heutige Kirche wurde im 18. Jh. im klassizistischen Stil errichtet, nachdem das ursprüngliche, weitgehend verfallene Gebäude aus dem 14. Jh. abgerissen worden war. Sie hat die Form eines griechischen Kreuzes innerhalb eines Quadrats und besteht aus einem einzigen Schiff. Auffallend sind die geometrischen Muster der Kuppeln und der Laterne aus Ziegelsteinen. Der sorgfältig gemauerte Ziegelstein ist an einigen Stellen mit einer farbigen Keramikglasur überzogen, auf der das Stadtwappen zu sehen ist. Er steht damit im Kontrast zu den Steinen der Bogengalerie im Erdgeschoss.

 

Besonders sehenswert ist jedoch die San Fermín-Kapelle in der San Lorenzo-Kirche. Die klassizistische Kapelle befindet sich auf der rechten Seite direkt neben dem Eingang. Auf dem Altar steht die Reliquie des Heiligen, eine polychromierte, mit Silber verzierte Holzfigur des Oberkörpers aus dem späten 15. Jahrhundert. Die Figur ist dunkel, und man weiß nicht, ob sie schon immer dunkel war oder ob sie vom Ruß der Kerzen geschwärzt wurde. Die dunkle Farbe hat dem Heiligen jedoch den Beinamen ?Morenico" eingebracht. San Fermín war der erste Bischof von Pamplona und ist heute zusammen mit San Saturnino einer der beiden Schutzpatrone der Stadt. Die Legende besagt, dass der Sohn des Senators Firmus, der Pamplona im 3. Jh. regierte, zum Christentum übertrat und in Toulouse zum Priester geweiht wurde. Er kehrte als Bischof nach Pamplona zurück und starb am 25. September des Jahres 303 in Frankreich den Märtyrertod.

 

Die Figur des Heiligen Fermín ist eine Reliquienbüste aus polychromiertem Holz, die mit einem fein ziselierten Blumendekor aus Silber verziert ist. Diese Dekoration ist meist nicht zu sehen, da die Figur in der Regel mit einem rot-goldenen Umhang bekleidet ist. Auf diesen Umhang, den sie ?capotico" nennen, nehmen die jungen Läufer beim Stiertreiben Bezug, wenn sie den Heiligen angesichts der gefährlichen Stiere um Hilfe bitten. In der Öffnung auf der Brust werden mehrere Reliquien aufbewahrt, die im 16. Jh. aus Amiens nach Pamplona gebracht wurden. In dieser französischen Stadt wurde der Heilige im Jahr 303 geköpft.

 

Die Figur wurde erst am 6. Juli 1717 in dieser Kapelle aufgestellt, und nur am 7. Juli wird sie alljährlich in einer Prozession durch die Straßen getragen, in denen große Menschenmengen in schwarz-weißer Kleidung den Umzug erwarten. Tausende von Pamplonesern begleiten die Prozession mit Gesängen, Tänzen, Gebeten und bringen so ihre Inbrunst zum Ausdruck.

Die Santa Maria-kathedrale

Ort: PAMPLONA (31001)

Adresse: Calle Dormitalería

Bereich: Das Pamploneser Becken

Stil: Gotisch

Jahrhunderte der Erbauung: XIV

Öffnungszeiten: De lunes a viernes, de 10:00 a 14:00 y de 16:00 a 19:00. Sábados, de 10:00 a 14:00. Domingos cerrado.

Preis: 4,25 euros. Descuentos especiales para determinados colectivos y para grupos.

Telefonnummern: 948222990 - 609936934 - 948227400

Fax: 948210440

 

Die Santa María-Kathedrale von Pamplona, ein Meisterwerk der Gotik aus dem 14. und 15. Jahrhundert, steht auf dem Hügel der Altstadt, dort, wo einst die römische Siedlung Pompaelo stand. In diesem Baudenkmal sind die meisten Kunstschätze der Stadt verwahrt. Hier wurden Könige gekrönt, hier tagte das Parlament und hier hatte die Königliche Verwaltung über 300 Jahre ihren Sitz.

 

Die schlichte, klassizistische Fassade entstammt einem Entwurf von Ventura Rodríguez und steht im Gegensatz zur gotischen Ästhetik des Innenraums. In dem 28 m hohen Mittelschiff befindet sich das Grab Karls III. von Navarra und seiner Gattin Leonor von Kastilien. Das eigentliche Schmuckstück dieser Kirche ist jedoch ihr Kreuzgang, der als einer der schönsten der Gotik überhaupt gilt und daher ein Muss für jeden Besucher ist. Seit der Gründung Pamplonas durch die Römer stand an der Stelle der Kathedrale immer die wichtigste christliche Kirche der Stadt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Karl III Der Edle diesen Ort für den Bau der Kathedrale wählte. Das stilreine gotische Gebäude hat andere prachtvolle gotische Kathedralen wie die von Bayonne zum Vorbild. Da die Kirche am Jakobsweg liegt, weist sie eine polygonale Apsis mit Chorumgang auf, die ein charakteristisches Merkmal der Pilgerkirchen ist.

 

Die Kathedrale von Pamplona wurde von 1992 bis 1994 restauriert. Dabei wurden die Farbschichten freigelegt, die ursprünglich die Mauern der Kirche sowie Pfeiler und Decken schmückten und die 1773 mit einem Anstrich überdeckt worden waren, der die Farbe des Steins imitierte. Durch die Wiederherstellung der Farbigkeit und die Dekoration mit schmiedeeisernen Lampen aus Granada kam das Licht besser zur Geltung. Im Zuge der Restaurierung konnte auch die Existenz früherer Kirchen aus dem 6. und 10. Jh. belegt werden, und man entdeckte eine romanische Krypta unter der linken Apsis.

 

Die klassizistische Fassade der Kathedrale ist der umstrittenste Teil der Kirche. Der Madrider Architekt Ventura Rodríguez lieferte den Entwurf, nachdem der Domrat 1783 beschlossen hatte, die stark verfallene romanische Fassade durch eine neue zu ersetzen. Zum Glück sind die schönen romanischen Kapitelle noch erhalten und können im Museum von Navarra besichtigt werden. Die jetzige Fassade hat die Form eines griechischen Tempels mit Giebel und Säulen. Zu beiden Seiten ragen zwei hohe Türme auf. In einem der Türme hängt die zwölf Tonnen schwere Marienglocke, die zweitschwerste von Spanien. Es heißt, die Grenzen des Pamploneser Beckens seien durch die Reichweite des Geläuts dieser Glocke festgelegt.

 

Der Innenraum in Form eines lateinischen Kreuzes besteht aus drei Schiffen mit Kapellen zwischen den Strebepfeilern und einem Chorumgang, an den sich ebenfalls Kapellen anschließen. Die Decke dieser schlichten, aber beeindruckenden Kirche besteht aus Kreuzrippengewölben, Fenstern im Flamboyantstil und zwei Fensterrosen. Im Mittelschiff befindet sich das Mausoleum der navarrischen Könige Karl III. Der Edle und Leonor von Trastamara. Dieses großartige Alabastergrab wurde von Johan Lome de Tournai angefertigt. Die Skulpturengruppe besteht aus 28 Figuren des Adels und der hohen Geistlichkeit, die die liegenden Könige anbeten. Darunter befindet sich eine Krypta mit den Gräbern von Monarchen und Prinzen.

 

Auf dem Altar steht die mit Silber verkleidete Marienfigur Santa María la Real. Vor dieser romanischen Figur, der ältesten Marienstatue Navarras, wurden die Könige Navarras getauft, gekrönt und gesegnet.

 

Der Caparroso-Altar (1507), das Porträt von Fray Luis Ricci (1632), beide im Chorumgang, sowie die meisterhafte Figur des Jesus am Kreuz von Juan de Anchiete (16. Jh.) gleich links neben dem Eingang sind die bedeutendsten Kunstwerke dieser Kirche.

 

Die Kathedrale besitzt viele Räume und ist mit zahlreichen Möbeln ausgestattet. Unbedingt sehenswert ist der Kreuzgang, der zu den schönsten der gesamten Gotik zählt. Es handelt sich hier um eine meisterhafte Komposition aus runden und geraden Formen mit großen Arkaden aus spitzen Kleeblattbögen mit Fialen und Mittelpfosten, eleganen Dekorationselementen und Maßwerk.

 

Dieser Kreuzgang hat zwei sehr schöne Zugänge: das Puerta Preciosa, dessen Namen von dem Psalm kommt, den die Geistlichen sangen, wenn sie durch das Tor in den Schlafsaal gingen und der lautete: ?Pretiosa in conspectu Domini, mors sanctorum eius", und das Tor Nuestra Señora del Amparo. Auf seinem Bogenfeld ist die Dormitio Mariä dargestellt und auf dem Mittelpfosten ist die gotische Figur der lächelnden Maria unter einem dekorativen Baldachin zu sehen.

 

Während der Besichtigung der Kathedrale sollte man das Grab Leonels, des unehelichen Sohnes Karls II. beachten, und das Grab des Bischofs Arnalt de Barbazán in der Barbazana-Kapelle. Es steht unter einer Sternkuppel, und hinter dem Grab steht die Figur der Virgen del Consuelo, eine außerordentlich schöne gotische Skulptur aus polychromiertem Stein.

 

Darüber hinaus besitzt die Kathedrale eine Bibliothek mit über 14 000 Bänden, eine Rokoko-Sakristei, ein Refektorium und eine Küche mit einem 27 m hohen Kamin. In diesen Räumen ist das Diözesan-Museum untergebracht. Hier werden wertvolle sakrale Kunstwerke ausgestellt, darunter eine Sammlung mittelalterlicher Marienfiguren aus Holz.

 

Einen besonders schönen und ausgewogenen Panoramablick auf die Kathedrale kann man vom Aussichtspunkt Parque de la Media Luna genießen. Sehen Sie sich bei dieser Gelegenheit auch die Stadtmauer und die historische Altstadt Pamplonas an.

Die Stadtmauer von Pamplona

Ort: PAMPLONA (31001)

Bereich: Das Pamploneser Becken

Interessante Links: www.pamplona.net

Jahrhunderte der Erbauung: XVI-XX

 

Auf der fünf Kilometer langen Stadtmauer kann man einen einzigartigen und eindrucksvollen Spaziergang um die Stadt herum unternehmen. Die Stadtmauer von Pamplona gehört zu den interessantesten und am besten erhaltenen Militärkonstruktionen Spaniens und wurde deshalb zum Nationaldenkmal erklärt.

 

Im Mittelalter wurde diese Mauer zu Verteidigungszwecken gebaut, aber erst nach der Eingliederung des Königreichs von Navarra in das Königreich Kastilien im Jahr 1512 wurde die Stadt auf Grund ihrer strategischen Lage zu einem Vorposten der spanischen Krone gegenüber Frankreich. Sie wurde deshalb zu einer gewaltigen und großartigen Festung ausgebaut, die in der Zitadelle gipfelt.

 

Bastionen, Bollwerke, Torbögen, Lünetten, Schanzen, Festungen verleihen der Stadtmauer die bei derartigen Konstruktionen übliche Nüchternheit und Rafinesse. Die Entwicklung der Stadt im 20. Jh. machte es unumgänglich, dass einige Züge abgerissen werden mussten, um die Ausbreitung der Stadt nicht zu behindern. Der größte Teil bleibt jedoch nach wie vor erhalten.

 

Bei einem Spaziergang auf der Stadtmauer vom Medialuna-Park zum Taconera-Park verbindet sich die Kälte und die Schweigsamkeit des Steins mit der wohltuende Klangkulisse der Parks. Im Mittelalter existierten zunächst mehrere Stadtmauern um die einzelnen Siedlungen San Cernín, San Nicolás und Navarrería herum, die durch die im Jahr 1423 beschlossene Vereinigung zur Stadt Pamplona mit einer einzigen Ringmauer zusammenwuchsen. Durch die Annexion Navarras durch Kastilien im Jahr 1512 wurde Pamplona zu einem Vorposten der spanischen Krone gegenüber Frankreich und diente daher in den darauf folgenden 300 Jahren hauptsächlich der Verteidigung der Grenze gegen mögliche feindliche Übergriffe. Dies erklärt das Bestreben Ferdinands des Katholischen und seiner habsburgischen Nachfolger, Pamplona mit Hilfe moderner Kriegstechnik in eine uneinnehmbare Stadt zu verwandeln. 1571 ließ Philipp II. die Zitadelle errichten, die den Inbegriff der befestigten Stadt darstellt.

 

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Ringmauer weiter perfektioniert. Dies geschah - in der Reihenfolge am Medialuna-Park beginnend - durch den Bau der Bollwerke und Bastionen von Labrit, Redín, Guadalupe, Pilar, Abrevador, Parma, Gonzaga und Taconera sowie innerhalb der Zitadelle durch die Bollwerke und Bastionen Santiago, Santa María und Real.

 

Vorwälle, Lünetten (San Bartolomé, San Roque), Außenschanzen (wie der Außenschanze Los Reyes), und Forts (San Bartolomé, San Roque und Príncipe) vervollständigten das komplizierte Verteidigungssystem von Pamplona. Dabei wurde die Ästhetik als zweitrangig betrachtet, während die Mächtigkeit, die Stärke, die Robustheit und die schmucklose Funktionalität der Quadersteine und die massive Wucht der Mauern in den Vordergrund traten. Die Mauer verhinderte nun die horizontale Erweiterung der Stadt gänzlich bis in das Jahr 1888. In diesem Jahr wurde der Abriss zweier Bollwerke der Zitadelle genehmigt, um den ersten "Ensanche", die Ausbreitung der Stadt, zu ermöglichen. 1925 wurde der Südteil der Mauer abgerissen, um Platz für die zweite Erweiterung zu schaffen, damit die Stadt weiter wachsen konnte.

 

Bis heute sind drei Viertel der Ringmauer erhalten. Sie verbindet die mittelalterliche Altstadt mit der modernen Neustadt. Die Altstadt mit ihrer Stadtmauer wurde zum Nationaldenkmal erklärt und ist als schützenswertes Kulturgut anerkannt. Einige Experten sind der Ansicht, dass es sich hierbei um die wichtigste moderne Festungsanlage Spaniens handelt.

 

Wenn Sie sich die Stadtmauer ansehen möchten, können Sie dies entweder von oben oder von unten her tun. Wenn Sie sich für einen Spaziergang auf der Mauer entschieden haben, dann gehen Sie zum Medialuna-Park und weiter am Labrit-Bollwerk und der Ronda del Obispo Barbazán und dem Redín-Bollwerk, dem ehemaligen Palacio de los Virreyes und dem Paso de Ronda vorbei bis zum Taconera-Park. Auf diesem ausgesprochen angenehmen und unterhaltsamen Spaziergang werden Sie einige einmalige Aspekte der historischen Stadt entdecken. Wenn Sie unten an der Mauer entlang gehen, müssen Sie zwar auf die Aussicht verzichten, aber stattdessen können Sie sich einen Eindruck vom massiven Charakter dieser Mauer machen, die Jahrhunderte lang jeglicher Belagerung Stand hielt.

 

Wenn Sie am Arga-Flusspark entlang gehen, kommen Sie an Obst- und Gemüsegärten, Pferden und Vieh, Sportanlagen und an der mittelalterlichen Magdalena-Brücke vorbei. Beide Spaziergänge dauern etwa eine Stunde.

 

Auf ihrem Rundgang durch Pamplona können Sie einige Stadttore durchqueren, die jedoch nicht immer an ihrem ursprünglichen Standort stehen. Das älteste noch an seinem ursprünglichen Platz stehende Tor ist das Portal de Francia oder Portal de Zumalacárregui (1553). Auf diesem Tor prangt ein steinernes Wappen, das den zweiköpfigen Adler und das Reichswappen darstellt. Anfang des 20. Jhs. wurden das Rochapea-Tor und das Tejería-Tor abgerissen, das Taconera-Tor und das San Nicolás-Tor wurden abgebaut (sie stehen jetzt im Taconera-Park), und das Portal Nuevo wurde erweitert.

Königliches Archiv und Generalarchiv von Navarra

Ort: PAMPLONA (31001)

Adresse: Calle Dos de Mayo, s/n

Bereich: Das Pamploneser Becken

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: de martes a viernes, de 11:00 a 14:00 y de 18:00 a 20:00. Sábados, domingos y festivos, de 11:00 a 14:00. Lunes cerrado.

Preis: gratis

Telefonnummern: 848424609 - 609922691

Fax: 848424611

 

Das Königliche und Generalarchiv von Navarra ist im ehemaligen Palast der Könige von Navarra in der von einer Stadtmauer umgebenen Altstadt untergebracht.

 

Es ist eines der ältesten Gebäude und ein Wahrzeichen von Navarra. Dieser ehemalige Palast aus dem 12. Jh. wurde nach mehreren Jahrzehnten des Verfalls für seine neue Funktion umgebaut. Im Mittelalter diente er Monarchen und Bischöfen als Residenz.

 

Um 1530 wurde er von den Vizekönigen bewohnt und seit 1841 residierten hier die Generalkapitäne des spanischen Heeres. Später wurde in diesem Gebäude die Militärregierung einquartiert. Die Pläne für den Umbau wurden von dem aus Navarra stammenden Architekten Rafael Moneo entworfen. Im Jahr 2003 wurde das Archiv von den spanischen Königen eingeweiht. Das Königliche und Generalarchiv von Navarra befindet sich im Herzen der von einer Stadtmauer umgebenen Altstadt von Pamplona, nur wenige Meter vom Museum von Navarra entfernt, gegenüber der sehenswerten Basilika San Fermín de Aldapa (17. Jh.).

 

Seine Geschichte geht bis auf das 12. Jh. zurück, als König Sancho VI der Weise seinen Bau anordnete. Das Gebäude war wiederholt Gegenstand von Disputen zwischen dem Bistum und der Krone und wechselte häufig den Besitzer. Zu Beginn war es Residenz der Könige, ab 1539 residierten hier Vizekönige und nach 1841 Kommandanten, Generäle und Militärgouverneure, daher auch die wechselnden Bezeichnungen: Palast der Könige, des Vizekönigs oder der Kommandantur.

 

Der berühmte Architekt Rafael Moneo zeichnete für die Restaurierung und den Umbau zum neuen Sitz des Generalarchivs von Navarra verantwortlich, das schließlich 2003 von den spanischen Königen seiner Bestimmung übergeben wurde.

 

Die Verbindung der alten Fassade des Palastes mit neuen Bauelementen verleiht dem Königlichen Archiv ein einzigartiges Aussehen. Von seiner langen Geschichte zeugen der vollständig erhaltene gotische Gewölbesaal, in dem die wichtigsten Dokumente des Archivs ausgestellt werden, und der Innenhof mit einem schönen Blumenbeet in der Mitte, der von verglasten Arkaden gesäumt wird.

 

Das dreigeschossige Gebäude ist an einen Turm mit elf Stockwerken angebaut, von denen die meisten unter der Erde liegen. Hier werden Dokumente gelagert. Er ist mit modernsten Systemen für die Klassifizierung, die Untersuchung, den Erhalt und die Aufbewahrung des schriftlichen Erbes Navarras ausgestattet. Er verfügt über ein großzügiges Treppenhaus mit einem schönen Oberlicht, das den optimalen Einfall von natürlichem Licht zu jeder Tageszeit ermöglicht. Von hier aus erreicht man die verschiedenen Geschosse.

 

Im Erdgeschoss des ehemaligen Königspalasts gibt es einen Veranstaltungssaal und einen Lesesaal mit 18 Plätzen; im ersten Stock sind die Bibliothek und die technischen Büros untergebracht; im zweiten Stock befinden sich der obere Teil der Bibliothek und Werkstätten für Restaurierungen und für die Anfertigung von Fotografien und Mikrofilmen.

 

Die so genannten Dokumente des Königreiches, zu denen später noch die Bestände anderer Institutionen kamen, stellen den Kern des Königlichen und Generalarchivs von Navarra dar; hier werden die gesamten Unterlagen der Parlamente von Navarra und ihrer Verwaltung, von Ende des 15. Jhs. bis 1836, aufbewahrt.

 

Das Archiv hat folgende Abteilungen: Königshof, Rechnungshof, Königliche Tribunale, Vizekönigshof, Klerus, wohltätige Organisationen, Zivilverwaltung, Regionalgericht, Protokolle, Grundbücher, Finanzämter, kommunale Archive, Privatarchive, Kodizes und Kopialbücher, Kartographien, Ikonographien, Fototheken und bibliographischer Fundus.

 

Wenn man den dokumentarischen Fundus einsehen möchte, benötigt man einen speziellen Ausweis, der kostenlos im Archiv selbst ausgestellt wird.

Navarra-Palast

Ort: PAMPLONA (31001)

Adresse: Avenida Avda. Carlos III, 1

Bereich: Das Pamploneser Becken

Stil: Klassizistisch

Jahrhunderte der Erbauung: XIX

Öffnungszeiten: Sólo se ofrece visita guiada para entidades y grupos. El horario de visita es de lunes a viernes, a las 15:30. Cerrado del 22 de diciembre al 9 de enero y los meses de julio, agosto y primera quincena de septiembre

Preis: Gratuito

Telefonnummern: 848427000 - 848427100

 

Zwischen dem Plaza del Castillo und dem Paseo de Sarasate, mitten im Herzen Pamplonas, erhebt sich der Navarra-Palast, Sitz des Regierungspräsidiums und verschiedener Verwaltungsabteilungen der Regionalregierung.

 

Der Komplex, ein Entwurf von José de Nagusia aus dem Jahr 1840, ist ein von zahlreichen Säulen gesäumtes Palastgebäude im klassizistischen Stil, streng, mächtig und feierlich. Im Innern zieht zuallererst der majestätische herrschaftliche Bereich die Blicke auf sich.

 

Dieser Saal, der auch als Thronsaal bezeichnet wird, ist zum Zeichen der hier vereinten Macht prunkvoll ausgeschmückt. Ein weiterer Prunksaal des Palasts ist das Büro des Regierungspräsidenten von Navarra, in dem zwei Kunstschätze ganz besonders erwähnenswert sind: ein Porträt Ferdinands VII. von Goya und ein großer Wandteppich mit der Darstellung der großen Feldschlacht bei Navas de Tolosa (1212). Im Palastgarten ragt ein Mammutbaum in den Himmel, der höchste Baum in der ganzen Stadt. Der Palacio de Navarra, in der Bevölkerung auch unter dem Namen "Diputación" bekannt, ist Sitz der Regionalregierung. Eine der klassizistischen Palastfassaden weist auf das Denkmal zu Ehren der Sonderrechte (Fueros) auf dem Paseo de Sarasate, die andere geht auf die Avenida Carlos III und den Plaza del Castillo.

 

Die Hauptfassade wird von einer Figurengruppe von Fructuoso Orduna (1951) abgeschlossen, die das Wappen von Navarra darstellt. Es wird von zwei Männern gehalten, einem Bewohner der Berge und einem Mann aus der Ribera. In zwei Nischen stehen die Bronzefiguren der Könige Sancho VII. des Starken und Sancho des Älteren. Das Mauerwerk dieser Fassade weist noch Spuren eines Bombardements während des Bürgerkriegs auf.

 

In einem von einem Gitter umgebenen Garten an der Hauptfassade steht das ehemalige Generalarchiv. Auf dieser Grünfläche steht der höchste Baum der Stadt, ein 37 m hoher Mammutbaum mit einem Stammumfang von 7 m. Dieser 150 Jahre alte Baum wurde von José María Gastón y de Echevetz aus Amerika eingeführt. Er pflanzte ihn in den Palastgärten ein, als er im Jahr 1855 zum Parlamentsabgeordneten gewählt wurde.

 

Die andere, jüngere Fassade ist ein Werk der Architekten-Brüder José und Javier Yárnoz. Sie führt auf die Avenida Carlos III. Auf der anderen Straßenseite steht das Gayarre-Theater. Diese Fassade wurde errichtet, um das Gebäude zum Plaza de Castillo hin zu öffnen. In ihrer nüchternen Strenge ähnelt sie der Hauptfassade.

 

Im Innern des Palastes ist eine Sammlung von Gemälden und Wandmalereien - zum Großteil aus dem 19. und 20. Jh. - ausgestellt, die verschiedene Augenblicke in der Geschichte Navarras repräsentieren. Sie zieht sich durch die Säle und Gänge des dreistöckigen Gebäudes. Im "Thronsaal", zum Beispiel, dem mit Marmor, Samt, Glas, Wappenschildern, Spiegeln, Lüstern, Kandelabern, vergoldeten Stuckarbeiten, Vasen, Krügen und anderen Schmuckelementen reich verzierten Hauptsaal, hängen 8 Ölgemälde von Francisco de Aznar, Alejandro Ferrant und Constantino Corona sowie 32 Ganzkörperporträts der Könige von Navarra und andere Ölgemälde und Wandteppiche aus dem 17. Jahrhundert, auf denen ebenfalls Szenen aus der Geschichte dargestellt sind. Der Saal besitzt außerdem eine Kapelle, die früher als königliches Kabinett diente.

 

Auf demselben Stockwerk liegen auch das Büro des Präsidenten, der Vorsaal mit einem Porträt des Prinzen von Viana, dem Salon der Präsidenten, dem Salón Verde (Grüner Salon), dem Sitzungssaal und dem Salón Isabelino (Isabellinischer Salon). Der Großteil der im Palast ausgestellten Gemälde und Wandmalereien stellt Könige und illustre Persönlichkeiten dar. Neben dem Porträt Ferdinands VII. von Goya sind besonders die Porträts der Königin María Cristina und von Isabell II. als Kind von Antonio M. Esquivel zu erwähnen.

 

Jeden Tag um 12 Uhr mittags spielt die Turmuhr der Diputación die Hymne von Navarra. Diese Melodie ist in den Straßen des umliegenden, stark frequentierten Geschäftsviertels gut zu hören. Dies ist nicht die einzige Melodie, die diese Uhr von sich gibt: an Weihnachten und während des Sanfermin-Festes gibt sie, ja nach Anlass, Weihnachtslieder und Volkslieder aus Navarra zum Besten.

Das Kurbad Fitero

Ort: FITERO (31593)

Bereich: Die Ribera

Tel.: 948776275

Fax: 948776225

E-Mail: balneario@fitero.com

 

Im Süden Navarras, 32 km von Tudela und 3 km von Fitero, am Hang des Peña del Baño, befinden sich die Heilwasserquellen des Kurbades Fitero. Nicht nur die Heilkraft des Wassers macht diesen Ort attraktiv, sondern auch der landschaftliche Reiz und die Kunstschätze der Umgebung. Hier kann man die Natur und die Heilkraft der Thermalquellen, die mit einer Temperatur von 32 bis 52 ºC aus der Erde fließen, auf gesunde Weise genießen. Der Dichter Gustavo Adolfo Bécquer, Papst Benedikt XV., als er noch Kardinal war, sowie Könige und Toreros sind in den Genuss der Heilquellen von Fitero gekommen.

 

Sie schaffen Linderung bei Rheuma, Arthrose, Gicht und Asthma. Darüber hinaus bietet das Kurbad ideale Voraussetzungen für die Erholung, zum Sport treiben und für den Kontakt mit der Natur. Drei Kilometer von Fitero in der Ribera, am Hang des felsigen Bergs Peña del Baño, entspringen zwei Thermalquellen, deren heilende Wirkung schon die Römer kannten und später auch die Araber. In der Nähe dieser beiden Quellen stehen zwei Kurhotels, das Virrey Palafox und das Gustavo Adolfo Bécquer.

 

Das erste ist seit 1728 in Betrieb. Den Namen erhielt es vom Vizekönig Palafox, der im 17. Jh. hier aufwuchs.

 

Das Hotel verfügt über 120 Betten und besitzt ein ehemaliges römisches Thermalbad. Das neue Kurhotel besteht seit 1846 und trägt den Namen des Dichters Gustavo Adolfo Bécquer, der einst das Zimmer 314 bewohnte und hier seine Werke "El Miserere", "La fe salva" und "La cueva de la Mora" schrieb. Dieses Hotel hat 328 Betten.

 

Das Kurbad ist von März bis Dezember geöffnet und das Wasser der Thermalquellen, das sowohl getrunken als auch für Heilbäder, Inhalationen, Duschen und Schwitzbäder verwendet wird, ist wirksam gegen Rheuma, Gicht, Arthrose und Osteoporose sowie gegen chronische Bronchitis, Faringitis, Laringitis, Stress und verschiedene Arten von Asthma.

 

Um die Bäder ranken sich verschiedene Legenden, so heißt es beispielsweise, ein Bauer habe sich beim Baden in den Thermalquellen verbrüht, weil er nicht das Gebot befolgt hatte, am Feiertag des Apostels Jakobus zu ruhen.

 

Das Kurbad liegt in einer attraktiven landschaftlichen Umgebung und genießt ein angenehmes Klima. In der Umgebung des Kurbades kann man auf Wegen durch Pinienhaine und felsiges Gelände spazieren gehen. Es eignet sich aber auch als Ausgangspunkt für Ausflüge zu künstlerisch und kulturell interessanten Zielen wie dem Kloster Fitero, dem Kloster Tulebras, den Städten Corella und Tudela oder den benachbarten Orten Tarazona (Provinz Zaragoza) und Enciso (La Rioja).

Der Palast der Könige von Navarra

Ort: ESTELLA (31200)

Adresse: Calle San Nicolás, 1

Bereich: Die Zona Media

Web: www.museogustavodemaeztu.com

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: De martes a sábado, de 11:00 a 13:00 y de 17:00 a 19:00. Domingos y festivos, de 11:00 a 13:30. Lunes, cerrado.

Tel.: 948546037

Fax: 948553257

E-Mail: info@museogustavodemaeztu.com

 

Am Plaza San Martín in Estella, wo die Erinnerung an die einst von Franken und Juden bewohnte mittelalterliche Stadt in ihrem ganzen Glanz erstrahlt, dort steht der Palast der Könige von Navarra, auch bekannt als Palast der Herzöge von Granada de Ega. Es ist das einzige romanische Zivilgebäude Navarras und wurde bereits 1931 unter Denkmalschutz gestellt. Der Palast wurde im 12. Jh. erbaut. Die herrliche Fassade mit zwei Kapitellen mit historischen Motiven zeigt zur Kirche San Pedro de la Rúa. Eines der Kapitelle zeigt den Kampf Rolands mit dem Riesen Ferragut. Gegenwärtig befindet sich in diesem Palast das Gustavo de Maeztu-Museum. Am Plaza San Martín in Estella, an der Ecke zur Calle de San Nicolás, durch die früher der Pilgerweg führte, erhebt sich der Palast der Könige von Navarra. Er gehört zweifellos zu den schönsten Baudenkmälern von Estella und ist der einzige romanische Zivilbau Navarras.

 

Ausgesprochen schön ist die ausgewogene, dreigeteilte Fassade dieses rechteckigen Gebäudes mit zwei Türmen. Den unteren Teil der Fassade bilden vier robuste Rundbögen. Darüber sind vier große Fenster angeordnet, von denen jedes oben von vier kleinen Bögen abgeschlossen wird. Die Bögen ruhen auf feingliedrigen Säulen mit verzierten Kapitellen. Der obere Teil der Fassade stammt aus dem 17. Jh. und besteht aus einer glatten Mauer und einem Balkon aus Quadersteinen mit drei Schießscharten. Den seitlichen Abschluss bilden zwei Türme.

 

Die Fassade wird auf beiden Seiten von zwei übereinander angeordneten Säulen mit vier schönen Kapitellen abgeschlossen. Zwei Kapitelle weisen Pflanzenmotive auf, die anderen beiden sind mit historischen Motiven verziert.

 

Das untere der linken Säule ist das berühmtere der beiden historischen Kapitelle. Darauf ist der Kampf von Roland gegen Ferragut dargestellt. Roland war einer der Paladine Karls des Großen, und Ferragut ein maurischer Riese. Die Szene auf dem Kapitell zeigt, wie Roland den Mauren besiegt, indem er ihn an seinem einzigen verletzlichen Punkt trifft, nämlich dem Nabel.

 

Das obere Kapitell der rechten Säule zeigt zwei Szenen, die nichts miteinander zu tun haben. Auf der linken Seite ist die Fabel von dem Harfe spielenden Esel dargestellt, dem ein auf den Hinterbeinen sitzender Löwe zuhört. Auf der rechten Seite sind zwei Geizhälse zu sehen, die Geldsäcke um den Hals hängen haben und gefesselt ihrer Strafe entgegen gehen. Daneben werden die Verdammten in einem großen Topf gekocht, der von vier Teufeln bewacht wird.

 

Der mittlere Teil der Fassade wird von einem kleinen Dach mit Rombenmuster abgeschlossen, auf dem Hunde, verschiedenartige Pflanzenmotive sowie Voluten, Kleeblattmuster, Diamantenspitzen und ein Fisch dargestellt sind.

 

Seit dem im Jahr 1975 erfolgten Umbau ist in dem Palast das Museum des Künstlers Gustavo de Maeztu (1887-1947) untergebracht. Neben Gemälden, Aquarellbildern, Holzschnitten und Zeichnungen, die dieser aus Vitoria stammende Maler der Stadt Estella vermachte, finden hier auch Wanderausstellungen und zahlreiche Kurse und Vorträge statt.

 

Nutzen Sie Ihren Besuch im Königspalast von Navarra, um die mittelalterliche Stadt Estella kennen zu lernen. Wandeln Sie auf den Spuren der Pilger und lassen Sie sich von Baudenkmälern wie den Kirchen San Miguel und San Pedro de la Rúa beeindrucken.

Der Palast des Markgrafen von Huarte

Ort: TUDELA (31500)

Adresse: Calle Herrerías, 14

Bereich: Die Ribera

Interessante Links: www.tudela.com

Stil: Barock

Jahrhunderte der Erbauung: XVIII

Öffnungszeiten: de lunes a viernes de 11:00 a 13:00 y de 16:30 a 20:30.

Preis: Gratis

Telefonnummern: 948848330 - 948848083

 

Der Palast des Markgrafen von Huarte in Tudela ist ein ansprechender Barockbau. Die architektonischen Vorlieben des 17. Jhs. kommen in der überschwänglichen Dekoration der Hauptfassade und der überwältigenden Vielfalt an Details im Innenhof und der Treppe im Imperialstil - der schönsten Navarras - zum Ausdruck. Das Spiel mit Licht und Schatten tritt hier in den Vordergrund und lenkt den Blick auf die schlanke Laterne über dem Innenhof. In diesem Palast sind heute die Öffentliche Bibliothek und das Stadtarchiv untergebracht.

 

In früheren Zeiten diente es als Residenz wichtiger Persönlichkeiten, die Tudela besuchten, darunter Karl IV., Ferdinand VII. und Isabella II. von Kastilien. Der Palast des Markgrafen von Huarte steht in der Calle Herrería im Westteil von Tudela. Dieses Viertel außerhalb der Altstadt wurde einst von den Arabern nach der Eroberung errichtet. Das Gebäude ist das repräsentativste Beispiel für die Barockarchitektur der Ribera von Navarra. Der majestätische Bau beeindruckt hauptsächlich durch seine Hauptfassade und die Prachttreppe, den Innenhof und seine Überdachung.

 

Für den Bau mussten drei schmale mittelalterliche Wohnhäuser weichen, die zuvor auf dem Grundstück standen. Die Bauzeit dauerte von 1742 bis 1745, und das Gebäude besteht aus einem Keller, dem Erdgeschoss, der Empfangsetage im ersten Obergeschoss, in dem sich die wichtigsten Räume befinden, einem zweiten Obergeschoss, in dem die Schlafzimmer befinden, sowie einem dritten Obergeschoss für das Dienstpersonal.

 

Die Hauptfassade geht auf die Calle Mercadal hinaus. Die überschwängliche Dekoration und die vielfältigen Figuren und Pflanzenmotive an Fenstern und Balkonen sollten Sie sich aus der Nähe ansehen. Als Untergrund für die Freskenmalerei mussten zunächst mehrere Gipsschichten aufgebracht werden. Die Nebenfassade, deren Eingang heute der Haupteingang ist, ist zur Calle Herrerías gewandt. Es handelt sich hier um eine sehr viel schlichtere Ziegelsteinfassade.

 

Im Innenhof des Palasts des Markgrafen von Huarte erwartet Sie eine Überraschung: Die Treppe im Imperialstil gilt als die schönste Navarras. Wenn Sie auf dieser Treppe nach oben gehen, eröffnen sich Ihnen wechselnde Perspektiven, die durch das Wechselspiel von Licht und Schatten akzentuiert werden. Damit sollte der barocke Effekt des Gebäudes unterstrichen werden. Ehe Sie den Innenhof verlassen, sollten Sie die Kuppel betrachten, die diesen Innenhof überspannt. Sie enthält eine herrliche Laterne mit vier Putten, die an der Decke aufgehängt sind.

 

Der Palast diente zunächst als Residenz der Familien von Doña Francisca de Francia und ihres Sohnes Diego Huarte y de Francia, dem Lehensherren von Huarte. Deshalb besitzt das Gebäude zwei Eingänge, die auf verschiedene Straßen gehen, sowie zwei Treppen und eine ungewöhnliche Aufteilung der Räume.

 

Das majestätische Gebäude hat bedeutende Persönlichkeiten wie Isabella II., Alfons XII. und den General Espartero beherbergt. Heute sind hier die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv sowie ein kleines Museum untergebracht. In dem Museum ist eine schöne Kutsche aus dem 18. Jh. zu sehen. Sie gehörte den Markgrafen von San Adrián.

 

Im Anschluss an Ihren Besuch des Palastes des Markgrafen von Huarte sollten Sie sich noch weitere Paläste in Tudela ansehen, zum Beispiel den Palast des Markgrafen von San Adrián oder den des Markgrafen von Deán, oder andere künstlerisch wertvolle Gebäude wie die Kathedrale Santa María.

Der Palast von Olite

Ort: OLITE (31390)

Adresse: Plaza Plaza Carlos III El Noble

Bereich: Die Zona Media

Web: www.palaciorealdeolite.com

Stil: Gotisch

Jahrhunderte der Erbauung: XIV

Öffnungszeiten: de lunes a domingo de 10:00 a 18:00.

Preis: 2,80 euros. Descuentos especiales para determinados colectivos, grupos o comprando la entrada combinada con el Centro de exposición de la Viña y el Vino en Navarra.

Tel.: 948740035

Fax: 948741273

 

Der Königspalast von Olite, Sitz des Königshofes von Navarra bis zum Zusammenschluss mit Kastilien (1512), war eine der luxuriösesten mittelalterlichen Burgen ganz Europas. Ein deutscher Reisender beschrieb ihn im 15. Jh. in seinem Tagebuch, das heute im British Museum in London ausgestellt ist, mit folgenden Worten: ?Ich bin mir dessen gewiss, dass es keinen König gibt, der einen stattlicheren Palast oder eine herrlichere Burg und mit so vielen güldenen Zimmern besäße."

 

Beim Anblick der majestätischen Silhouette und der eleganten Wehrtürme fällt es nicht schwer, sich in das Mittelalter zurückzuversetzen und sich das höfische Leben in einem derart reich geschmückten Palast mit exotischen Gärten und sogar einem Zoo vorzustellen. Hier fanden Turniere und Ritterwettkämpfe, Pelotespiele und sogar Stierkämpfe statt. Mit seinem mittelalterlichen Fest gedenkt Olite jener Vergangenheit, in der hier Könige wie Karl III., der Edle, Hof hielten. Der Königspalast von Olite legt Zeugnis ab von dem höfischen Glanz, den diese historische Stadt, 42 km südlich von Pamplona in der Zona Media von Navarra gelegen, während des Mittelalters erlebte. Das Gebäude wurde im Jahr 1925 zum Nationaldenkmal erklärt. Zu seiner Zeit nahm es ein Drittel des damaligen Stadtkerns ein. Es gilt als eines der interessantesten Gebäudeensembles der weltlichen Gotik in ganz Europa.

 

Der Palast wurde auf den Überresten einer ehemaligen Römerfestung errichtet und durchlief im 13. und 14. Jh. diverse Umbauten. In diesem Teil, der auch unter der Bezeichnung Alter Palast bekannt ist, ist gegenwärtig das staatliche Parador-Hotel "Príncipe de Viana" untergebracht. Vom ursprünglichen Gebäude sind die Außenmauern und die Wehrtürme erhalten. An der Fassade sind vor allem die gotischen Fenster, das Hauptportal im Renaissance-Stil und der Wachturm hervorzuheben.

 

Einen großen Aufschwung erlebte der Palast zu Beginn des 15. Jahrhunderts, als Karl der Edle zahlreiche Baumeister aus Spanien und Portugal und aus ganz Europa an seinen Hof berief. Der Neue Palast wurde im Stil der französischen Zivilgotik gebaut. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der König, der in Nantes geboren worden war, einer wichtigen französischen Adelsdynastie angehörte. Seine Vorstellungen und Wünsche waren von ihrem Geschmack geprägt, und so ist es nicht verwunderlich, dass das Ergebnis der stilsichere Palast von Olite war. Karl machte ihn zu seiner Lieblingsresidenz.

 

Im Jahr 1813 wurde er teilweise durch ein verheerendes Feuer verwüstet, das General Espoz y Mina legen ließ, um bei seinem Rückzug zu verhindern, dass die vorrückenden französischen Truppen sich in der Burg festsetzten. Das heutige Aussehen verdankt er einer sorgfältigen Restauration im Jahr 1937, bei der die Verantwortlichen versuchten, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Besondere Erkennungsmerkmale dieser Festung sind ihre dicken und hohen Steinmauern, die den Innenbereich unregelmäßig umschließen, und runde Wehtürme mit Schieferdächern an den vier Ecken.

 

Les Den Palast selbst, den man im Rahmen einer Führung besichtigen kann, betritt man durch einen großen Innenhof. An diesen Hof, den ehemaligen Garten Orangengarten, schließen sich zwei weitere Höfe an, der ?Patio de la Pajarera" (etwa: Volierenhof) und der ?Patio de la Morera" (der Maulbeerbaum-Hof). Hier steht ein mehrere Jahrhunderte alter Maulbeerbaum, der zum Naturdenkmal erklärt wurde.

 

Dahinter liegt der Zentralbereich des Neuen Palastes, auf dessen Empfangsetage die Gemächer des Königs - mit großzügigen Gewändefenstern - und der Königin erhalten sind. Vom ersten Gemach aus betritt man die Königsgalerie, während das Gemach der Königin auf einen kleinen Hof hinaus geht, den sogenannten "Patio del Naranjo" (Orangenhof) auch "Jardín de la Reina" genannt.

 

Den Zentralbereich mit den Gemächern überragen die Silhouetten der verschiedenen zinnenbewehrten Türme. Der höchste und spektakulärste ist der Bergfried, der eigenwilligste der ?Torre de las Tres Coronas". Vom ?Torre de los Cuatro Vientos" (der vier Himmelsrichtungen) aus wohnten die Könige den Turnieren bei. Heute gibt es hier keine Turniere mehr zu sehen, aber der Ausblick ist unvergesslich.

Im schattigeren Bereich des Palasts befindet sich der Eisbrunnen mit einem Deckel, der an eine riesige Eierschale erinnert. Hier wurden Eisschollen zur Konservierung der Lebensmittel aufbewahrt, deshalb ist dieser Bereich auch als ?Eisschrank" bekannt.

Vergessen Sie bei Ihrem Besuch nie, welch ein Luxus in diesem Palast herschte. Er besaß exotische Gärten, die teilweise als hängende Gärten in fast 20 m Höhe ausgelegt waren, und einen kleinen Zoo mit einem Löwengehege, das in den heute nicht mehr vorhandenen ?Jardines" bzw. ?Huertos" del Rey (Königsgärten) im Osten des gegenwärtigen Palastes stand. Die Räume waren mit Kacheln, Stuck und geschnitzten Holzdecken verziert. Den Brand überstand jedoch nur ein Raum, der heute als ?Cámara de los Yesos" (Stuckkammer) bekannt ist.

Der Palast war Schauplatz von Spielen wie Pelote oder La Raqueta, und zu besonderen Gelegenheiten wurden hier auch Ritterspiele und Turniere veranstaltet, so geschehen aus Anlass der Vermählung der burgundischen Prinzessin Agnès de Clèves mit dem Prinzen von Viana, dem Sohn Karls des Edlen, dessen Titel die Prinzen von Asturien geerbt haben. Ein weiteres, sehr beliebtes Spektakel waren die Stierkämpfe.

Und außer dem Palast...

Vom Vorplatz der Burg aus führt eine Wendeltreppe zu den mittelalterlichen Galerien hinauf, in denen eine Ausstellung über das Leben am Hofe Karls des Edlen, zu sehen ist.

 

Nach dem Palast sollte man auch noch die gotische Kirche Santa María und die romanische Kirche San Pedro - mit ihrem Kreuzgang und einem hoch aufragenden gotischen Turm mit spitzem Turmhelm, der mit den Wehrtürmen des Palastes rivalisiert - besichtigen. Auf einem Spaziergang entlang der Wehrmauern können Sie außerdem noch den komplettesten und besterhaltenen Mauerring in ganz Navarra bestaunen. Zu empfehlen ist auch ein Spaziergang durch die Gassen des Städtchens, und zum Abschluss eine der schmackhaften Spezialitäten der Gegend, in Begleitung eines der berühmten Weine aus Olite, die der DO Navarra angehören. Lassen Sie sich das Weinmuseum von Navarra nicht entgehen, das sich ebenfalls in diesem Ort befindet.

 

Und wenn Sie Olite so kennenlernen möchten, wie es im Mittelalter war, dann müssen Sie unbedingt am mittelalterlichen Stadtfest teilnehmen, das im August drei Tage lang gefeiert wird. Im rückwärtigen Bereich des Palastes finden außerdem im Sommer Aufführungen im Rahmen des Festivals für Klassisches Theater von Olite statt.

Der Stadtteil San Pedro

Ort: ESTELLA (31200)

Adresse: Barrio de San Pedro

Bereich: Die Zona Media

 

Der Stadtteil San Pedro in Estella existiert seit dem 11. Jh. und bietet die Gelegenheit, in die Geschichte der Stadt einzutauchen. Die schönen religiösen Gebäude wie die Kirchen Santo Sepulcro und San Pedro de la Rúa entführen Sie auf eine Reise in die Vergangenheit, bei der Sie auf den Spuren der Jakobspilger wandeln. Interessante zivile Bauwerke wie der Palast der Könige von Navarra vermitteln einen Eindruck von der wirtschaftlichen Blüte, die der Jakobsweg dieser Stadt am Ufer des Ega brachte. Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Kaufmann in der prächtigen mittelalterlichen Rúa de Curtidores! Getreu seinem Vorhaben, den Jakobsweg zu fördern, beschloss König Sancho Ramírez im Jahr 1090, eine Etappe des Pilgerpfads in der ehemaligen Vaskonensiedlung Lizarra beginnen zu lassen. Er lässt eine Burg bauen, siedelt Bevölkerung an, errichtet eine Stadtmauer und verleiht der Siedlung das Stadtrecht ähnlich dem der Stadt Jaca. Damit wird die Ansiedlung von Franken, also den Lehnsdiensten enthobenen Menschen ermöglicht und der Handel und die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt gefördert.

 

Im Zuge dieser Entwicklung entsteht am rechten Ufer des Ega der Stadtteil San Martín. Er ist der Stadtteil Estellas mit den meisten Baudenkmälern, und seine Häuser gruppieren sich um die Straße San Nicolás und Curtidores. Hier entsteht auch die erste romanische Kirche Estellas, San Pedro de la Rúa. Dieser Stadtteil am Jakobsweg hat seinen mittelalterlichen Charakter bis heute erhalten.

 

Wir beginnen unseren Rundgang auf dem Plaza de San Martín. Dort steht ein Renaissancebrunnen aus dem 16. Jahrhundert, der im Volksmund "La Mona"-Brunnen oder "Los Chorros" heißt. Unweit von diesem Platz befindet sich das Gerichtsgebäude, ein Barockbau aus dem 17. Jahrhundert. Bis zum 19. Jh. war hier das Rathaus untergebracht. Die dreigeschossige Renaissancefassade weist klassische Säulen und Pfeiler mit mehrteiligen Kapitellen auf. Auf der Höhe der Empfangsetage prangen zwei Stadtwappen auf der Fassade. Unweit von diesem Gebäude steht die mittelalterliche San Martín-Brücke oder ?Puente del Azucarero".

 

Auf der rechten Seite des Platzes führt eine lange, 1968 errichtete Treppe zur Kirche San Pedro de la Rúa hinauf. Sie ist eine der schönsten romanischen Kirchen Navarras. Vom ursprünglichen Gebäude sind noch ein Portal mit Kleeblattbogen aus dem 13. Jh. und ein Kreuzgang aus dem ausgehenden 12. Jh. erhalten. An einer Seite des Platzes steht der herrliche Palast der Könige von Navarra aus dem 12. Jahrhundert, ein einzigartiges Beispiel romanischer Zivilarchitektur in Navarra. In diesem Gebäude ist jetzt das Gustavo de Maeztu-Museum untergebracht.

 

Von den ehemaligen Stadttoren ist nur noch das mittelalterliche Portal de Castilla erhalten. Es wurde im 16. Jh. umgebaut und mit dem Stadtwappen versehen. Es steht am Ende der Calle San Nicolás, zwischen dem Palast der Könige von Navarra und der San Pedro-Kirche.

 

In der Rúa de los Curtidores sind ebenfalls einzigartige Gebäude zu bewundern, darunter das Kulturzentrum Fray Diego oder der San Cristóbal-Palast, zwei platereske Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, der barocke Gouverneurspalast aus dem Jahr 1613 und die 1975 wieder aufgebaute San Agustín-Brücke (Puente de la Cárcel). Beachten Sie die zahlreichen gotischen Bögen, die in dieser Straße zu sehen sind. Es sind die früheren Eingänge zu den Geschäften und Herbergen am Jakobsweg.

 

Die Calle Curtidores führt uns weiter zur Santo Sepulcro-Kirche aus dem 12. Jh. mit ihrem herrlichen Portal aus dem 14. Jahrhundert. Ganz in der Nähe steht das gotische Kloster Santo Domingo, das teilweise zum Altenheim umgebaut wurde, und die Kirche Santa María Jus del Castillo mit romanischer Apsis und barocker Fassade. An dieser Stelle stand möglicherweise früher eine Synagoge.

 

Wenn Sie in San Pedro sind, sollten Sie auch die Stadt am gegenüber liegenden Ufer des Ega besuchen. Dort werden Sie eine ganze Reihe wappenverzierter Häuser in der Calle Mayor vorfinden, aber auch einige religiöse Bauwerke wie die Basilika Nuestra Señora del Puy oder die San Miguel-Kirche.

 

Vielleicht haben Sie im Lauf des Spaziergangs Hunger bekommen. Wenn das der Fall ist, dann können Sie sich im Anschluss mit einem ?Asado de gorrín", dem typischen Spanferkelbraten der Gegend, oder mit einem Teller ?Calbotes" (rote Bohnen), frische Spargel, einer Gemüseplatte oder Gebäck wie den ?Rocas del Puy" oder den ?Conchas del Camino" stärken.

Die Basilika Nuestra Señora del Puy

Ort: ESTELLA (31200)

Adresse: Calle Abárzuza, 1

Bereich: Die Zona Media

Stil: Modern

Jahrhunderte der Erbauung: XX

Öffnungszeiten: abierta durante todo el día. Misas de lunes a sábados a las 17:30; domingos a las 13:00 horas.

Preis: gratis.

Tel.: 948550548

 

Die monumentale Stadt Estella ist eine wichtige Station am Jakobsweg. Zu ihren Sehenswürdigkeiten zählt auch ein modernes Gebäude, die Basilika Nuestra Señora del Puy, die der Schutzpatronin der Stadt geweiht ist.

 

Sie steht auf einer Anhöhe an der Stelle, an der der Legende zufolge einst die Heilige Jungfrau erschien. Dort wurde zunächst eine Kapelle errichtet, dann eine Barockkirche und zuletzt die sternförmige Basilika. Mit der Sternform sollte der Lichtschein nachempfunden werden, der die Figur umgab, als sie gefunden wurde.

 

In der Kirche werden eine gotische Statue der Virgen del Puy aus dem 14. Jh. und zwei Figuren von Christus am Kreuz aus dem 17. Jh. aufbewahrt. Von der Basilika aus eröffnet sich dem Besucher ein herrlicher Panoramablick über die gesamte Stadt.

 

Die Basilika Nuestra Señora del Puy wacht von ihrem Standort auf einer Anhöhe über Estella. Das moderne, neugotische Gebäude wurde von dem aus Navarra stammenden Architekten Víctor Eúsa entworfen. Der Bau begann 1929 auf den Ruinen der früheren Kirche und wurde 1951 abgeschlossen. Eine lange Treppe führt zur Kirche hinauf.

 

Die Überlieferung besagt, dass um das Jahr 1085 an dieser Stelle mehrere Hirten von einem hell leuchtenden Stern angezogen wurden und auf die Anhöhe stiegen. Dort fanden sie die Madonna, die in einer Grotte versteckt war. König Sancho Ramírez ließ zu Ehren der Jungfrau eine Kapelle errichten, die im 17. Jh. durch eine Barockkirche ersetzt wurde. Von dieser Kirche sind noch einige Elemente erhalten, darunter der Portikus und der davor liegende Vorhof.

 

Kurioserweise liegt die Erscheinung der Jungfrau zeitlich vor der Gründung der Stadt und der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1090. Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich dadurch, dass bereits vor diesem Datum eine Ansiedlung freier Händler existierte und diese möglicherweise das wundersame Ereignis dazu benutzten, die Aufmerksamkeit des Königs auf sich zu lenken und dessen Schutz und Anerkennung zu erwirken. Sie versuchten damit auch, die Pilger anzuziehen, die den Ega zwei Kilometer weiter südlich zu überqueren pflegten und von dort nach Irache weiterzogen, ohne nach Estella zu kommen. Hierzu inszenierten sie die wundersame Erscheinung einer Jungfrau, der sie den Namen einer der meistverehrten Jungfrauen Frankreichs gaben: Notre Dame du Puy. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten, und die Kaufleute erreichten beide Ziele.

 

Das neue Sanktuarium wurde schnell zu einem wichtigen Pilgerziel, das man in der Hoffnung auf Wunder aufsuchte. Als im Jahr 1929 die Barockkirche abgerissen wurde, fand man zahlreiche Exvotos, mit denen man der Wunderheilungen gedachte. Besonders kurios war die Fotografie eines jungen Mannes, dessen Gesicht der Biss eines Esels entstellt hatte.

 

Das größte Wunder ereignete sich jedoch im September 1638. Zur Verteidigung von Fuenterrabía wurden Hunderte von Männern aus Estella an die gefährlichste Kampffront entsendet. Aus Furcht um ihr Leben beteten sie die Jungfrau an, die tatsächlich erschien und ihnen versprach, dass sie alle wohlbehalten in ihre Stadt heimkehren würden. Das wundersame Versprechen ging tatsächlich in Erfüllung, und die Stadt Estella ernannte die Jungfrau aus Dankbarkeit zu ihrer Schutzpatronin. Die Jungfrau wurde daraufhin noch glühender verehrt.

 

Der Grundriss und das Dach der Basilika sind sternförmig. Diese Form wiederholt sich auch in der Dekoration und im Mobiliar. Durch diese Form und mit Hilfe zahlreicher Fenster ist es dem Architekten gelungen, im Innenraum der Kirche einen intensiven Lichteffekt zu schaffen, der an die Umstände der Entdeckung der Virgen del Puy erinnert.

 

Die gotische Figur der Virgen del Puy

 

In der Kirche befindet sich eine sitzende Figur der Virgen del Puy. Sie und der Heilige Andreas sind die Schutzpatrone der Stadt. Die Figur ist gotisch und stammt aus dem späten 13. Jh. oder dem frühen 14. Jahrhundert. Sie wurde aus polychromiertem Holz hergestellt und anschließend versilbert. Sie trägt eine goldene Krone und zu ihren Füßen liegt ein Halbmond. Beide Stücke stammen aus dem 17. Jahrhundert. Bemerkenswert sind die runden Gesichter der Mutter und des Sohnes mit ihrem Lächeln und ihrem heiteren Ausdruck.

 

Die Virgen del Puy wurde bis zum 18. Jh. in einem Holzschrein verwahrt. Danach wurde sie auf einem Altar aufgestellt. Der Schrein, von dem nur eine Tür erhalten ist, ist beidseitig bemalt. Auf der Außenseite zeigt er die Apostel auf goldenem Hintergrund, und auf der Innenseite ist die Verkündigung dargestellt.

 

In der Basilika del Puy sind auch zwei interessante Christusfiguren zu sehen. Sie stammen aus dem 17. Jahrhundert.

 

Anläßlich des Puy-Festes und zum Patronatsfest bringen die Gläubigen der Jungfrau Blumen in die Kirche. Das Patronatsfest beginnt am ersten Sonntag im August; verehrt werden die beiden Schutzpatrone, der Heilige Andreas und die Jungfrau von Puy.

Die Festung von Artajona

Ort: ARTAJONA (31140)

Adresse: Calle San Saturnino

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XI-XIII

Öffnungszeiten: El recinto amurallado se puede visitar durante todo el día. La iglesia permanece cerrada.

Preis: Acceso libre

 

Der "Cerco", die Festung von Artajona, passt sich harmonisch dem Hügel an, auf dem sie errichtet wurde. Hier haben Sie Gelegenheit, die bedeutendste mittelalterliche Festung der Zona Media kennen zu lernen. Bei einem Rundgang durch den "Cerco" entdecken wir eine im 11. Jh. erbaute und mit einer Mauer befestigte Anlage.

 

Sie umfasste einst 14 zinnenbewehrte Türme, von denen heute nur noch neun erhalten sind. Sie waren durch einen Rundweg miteinander verbunden. Man kann die Festung durch eines der schlichten Tore betreten, die heute noch erhalten sind, z.B. das San Miguel-Tor oder das Remahua-Tor, und sich in das Mittelalter zurück versetzt fühlen. Man braucht sich nur noch die mit schweren Gewändern bekleideten Könige, Edelleute zu Pferd, Gaukler, Bischöfe und Bauern dazu zu denken. Stellen Sie sich das Leben in dieser Festung vor, an deren höchster Stelle die Wehrkirche San Saturnino steht. Es handelt sich hierbei um ein imposantes Gebäude aus dem 13. Jahrhundert, das unter Denkmalschutz steht. In dem am höchsten gelegenen Teil Artajonas breitet sich vor den Augen des Betrachters ein Gemälde mit zinnenbewehrten Türmen aus, das sich an die Landschaft anpasst. Die Festung wirkt wie eine Traube dich aneinander gedrängter Häuser, und sie ist von Feldern umgeben. Der Ursprung dieser sagenhaften Wehranlage, die unter der Bezeichnung "El Cerco" bekannt ist, geht auf das Jahr 1085 zurück.

 

Damals begannen die Mönche von Saint Sernin aus Toulouse mit den Bauarbeiten, die im Jahr 1109 abgeschlossen wurden. Im Lauf der Jahrhunderte erhoben Könige, Edelleute und Geistliche Anspruch auf die Festung, was zu zahlreichen Kämpfen führte. Dadurch wurden mehrere Rekonstruktionen erforderlich, insbesondere unter der Herrschaft von Karl II. dem Bösen (14. Jh.).

 

Wenn man den steilen Anstieg bis zur Mauer bewerkstelligt hat, kann man die Anlage auf einer der beiden ursprünglichen Brücken, der San Miguel-Brücke und der Remahua-Brücke, betreten. Die wuchtigen Quadersteine wurden von 14 Türmen bewacht. Davon sind heute nur noch neun quadratische und zinnenbewehrte Türme erhalten. Sie sind allesamt durch die im 12. Jh. errichtete Stadtmauer und durch einen Rundweg verbunden.

 

Die gesamte Anlage dient dem Schutz der Wehrkirche San Saturnino. Ihr Turm diente als Glockenturm, aber auch als Spähturm. Die Kirche wurde im 13. Jh. auf den Grundmauern einer romanischen Kirche errichtet und war selbst ein Teil der Festung. Das zeigt sich an den mächtigen Mauern und Strebepfeilern, dem Rundgang über der Kuppel, der als Kerker diente, dem Brunnen, der Benutzung der Sakristei als Gefängnis und der Benutzung des prismenförmigen Turms aus dem 14. Jh. als Wachposten im 15. Jahrhundert.

 

Die Wehrkirche ist in der Regel geschlossen, aber gerade ihr Äußeres ist besonders interessant. Sie besitzt eine monumentale gotische Fassade aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert. Zwölf reich verzierte Gewändebögen rahmen das Giebelfeld ein, auf dem die Heiligen San Saturnino und die Königin Johanna von Navarra und ihr Gemahl Philipp der Schöne dargestellt sind.

 

Wenn die Kirche zum Zeitpunkt ihres Besuchs gerade geöffnet ist, dann sollten Sie die Gelegenheit nutzen und sich einen gotischen Altar anschauen, das zwischen 1505 und 1515 geschaffen wurde. Er enthält eine sitzende Figur des Heiligen Saturnino, eine gotische Madonna mit Kind und einen flämisch-gotischen Kreuzweg sowie mehrere Gemälde und Goldschmiedearbeiten. In der Apsis sind mehrere interessante gotische Wandgemälde zu sehen.

 

Nach dem Besuch der Festung sollten Sie sich den eindrucksvollen Ort Artajona ansehen, der sich an den Hang des Hügels schmiegt, und den Blick auf diese mittelalterliche Ortschaft genießen.

Die Javier-Burg

Ort: JAVIER (31411)

Adresse: Castillo de Javier

Bereich: Die Zona Media

Interessante Links: www.castillosnet.org

Jahrhunderte der Erbauung: X

Öffnungszeiten: de 10:00 a 13:30 y de 15:30 a 17:30.

Preis: 2 euros. Precios especiales para diversos colectivos y grupos.

Tel.: 948884000

Fax: 948884259

 

Die Silhouette einer zinnenbewehrten Burg hebt sich gegen den Horizont ab und kündet uns die Javier-Burg an, den Geburtsort des Heiligen Francisco Javier, der der Schutzpatron Navarras, der Missionen und des Tourismus in Spanien ist.

 

Diese mittelalterliche Festung erhebt sich in der Zona Media von Navarra, in 8 km Entfernung von Sangüesa. Sie wurde auf dem nackten Felsen errichtet. Hier versammeln sich alljährlich Tausende von Menschen aus Navarra zu einer beliebten Pilgerfahrt, die unter dem Namen "Javierada" bekannt ist.

 

Eine Zugbrücke bietet Zugang zu einer Welt aus Türmen, Verliesen, Pechnasen und Schießscharten. Hier kam im Jahr 1506 San Francisco Javier zur Welt, der Mitbegründer des Jesuitenordens und einer der universellsten Missionare. An der Grenze der Provinz Zaragoza erhebt sich im höher gelegenen Teil der Ortschaft Javier die mächtige Silhouette der Javier-Burg. Hier wurde der Schutzpatron von Navarra, San Francisco Javier, geboren.

 

Die Geschichte der Burg begann Ende des 10. Jahrhunderts mit der Errichtung eines Wehrturms, des jetzigen Bergfrieds. Ihre strategische Lage an der Grenze zwischen Navarra und Aragón machte sie zu einer wichtigen Verteidigungsanlage, und rund um den Turm wurden verschiedene Gebäude hinzugefügt. Im Jahr 1516 wurde die Burg auf Befehl von Kardinal Cisneros teilweise zerstört. Ende des 19. Jhs. wurde neben der Burg die Javier-Basilika errichtet. 1952 wurde die Festung umgebaut und erhielt ihr ursprüngliches Aussehen zurück. Heute zählt sie zu den wenigen Burgen, die noch über Elemente wie Schießscharten und Pechnasen verfügen.

 

Das Leben von San Francisco Javier

 

Francisco de Javier stammte aus einer adeligen Familie und war der sechste Sohn Juan de Jasso, einer wichtigen Persönlichkeit im Königreich Navarra, und seiner Frau María de Azpilcueta. Mit 19 Jahren nahm er sein Studium an der Pariser Sorbonne auf. Dort lehnte er den Heiligen Ignazius von Loyola kennen, mit dem er die Gesellschaft Jesu gründete. Hier begann auch seine Missionarslaufbahn, die ihn zwölf Jahre lang durch zahlreiche Dörfer und Städte Afrikas und Asiens führen sollte. Am 3. Dezember 1552 erlag er auf einer Reise nach China einer Lungenentzündung. Damals war er 46 Jahre alt. 500 Jahre später ist sein Nachlass an allen Orten, in denen er gewirkt hatte, noch immer erhalten, und in seiner Heimat Navarra wird er bewundert und verehrt.

 

Die Javieradas

 

An den beiden ersten Wochenende im März findet eine beliebte Pilgerfahrt zur Javier-Burg statt. An dieser sogenannten ?Javierada" nehmen Tausende von Wallfahrern aus ganz Navarra teil. Sie legen lange Strecken zu Fuß zurück, um ihren Heiligen zu ehren. Dieser Brauch hat seinen Ursprung im Jahr 1886, als San Francisco Javier zur Bekämpfung einer Choleraepidemie, die Navarra heimsuchte, um Hilfe angerufen wurde. Aus Dankbarkeit für die Erfüllung dieses Wunsches gelobten die Gläubigen, eine Pilgerfahrt zur Javier-Burg zu unternehmen.

 

Rundgang durch die Javier-Burg

 

Der Rundgang beginnt im Vorhof hinter dem Tor der Burg. Hier hängt ein Steinrelief mit drei Wappen, die von zwei Engeln gehalten werden. Darauf sind die Insignien der Familie dargestellt. Wir begeben uns nun zu den Pferdeställen und gehen hinunter in den Keller, wo sich einst die Vorratskeller befanden.

 

Eine kurze Diorama-Präsentation gibt uns einen Überblick über das Leben des Heiligen. Danach gehen wir hinaus in das Obergeschoss, in dem Gegenstände aus der Burg sowie Andenken an den Heiligen und ein Modell der ehemaligen Burg zu sehen sind. Dieses Museum ist in drei Abteilungen gegliedert: Geschichte der Burg, Javier und Navarra in der Geschichte und die Pinakothek mit einigen Werken des flämischen Malers De Maes. Über eine Rampe betreten wir nun die übrigen Gemächer der Burg.

 

Da ist zunächst der Wappensaal mit den Wappen der Eltern Javiers und dem Stammbaum seiner Familie. Durch eine Tür betritt man den Hauptsaal oder Großen Saal, in dem sich die Familie aufhielt und Besucher empfing. Eine Treppe führt nun zum Undués-Turm und zum Camino de Ronda hinauf. Dieser geschützte Gang diente der Verteidigung, und durch die Maschikulis konnte man mögliche Angreifer mit heißem Pech oder Steinen in die Flucht treiben.

 

Links befinden sich die Zimmer der Kaplane, der heutige Betraum, und wir betreten nun den ältesten Teil der Burg. Es handelt sich um zwei Räume, die sich an den Bergfried - den ältesten seiner Art in Navarra - anschließen. Der rechte Raum war das Gemach von San Francisco Javier, und der linke Raum ist die San Miguel-Kapelle, die älteste Kapelle der Burg. Treten Sie auf die Terrasse hinaus, um sich einen Eindruck von der strategischen Lage der Burg zu verschaffen und den herrlichen Ausblick zu genießen. Im Norden sieht man die Sierra de Leyre, im Westen das Flusstal des Aragón, im Osten die Grenze zu Aragón und im Süden den Dorfplatz und die Gemeinde Castellar.

 

Wir steigen nun wieder hinab in das Erdgeschoss des Turmes und gehen durch einen Gang in die Eingangshalle der Burg und die Santo Cristo-Kapelle. Hinter einem Gitter steht die Figur des ?Cristo de Javier", eine beeindruckende gotische Figur aus Nussbaumholz aus dem 16. Jahrhundert. Der Überlieferung zu Folge schwitzte die Figur Blut, als der Heilige Javier in Sancian sein Leben aushauchte. Die Figur ist umgeben von einem dramatischen mittelalterlichen Fresko, der einzigen gotischen Darstellung des Todestanzes in Spanien.

 

Wir steigen nun die Treppen zum Waffenhof hinab und verlassen ihn durch die Poterne. Zu unseren Füßen befindet sich sie alte Treppe und links die Mauer der Basilika, die sich aus dem Mauerwerk der Burg abhebt. Die Basilika wurde im 19. Jh. an der Stelle des Neuen Palasts erbaut, den die Eltern Javiers errichten ließen und in dem Javier zur Welt kam. Unser Rundgang endet nun an seinem Ausgangspunkt, dem Vorhof.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten

 

Nach dem Besuch der Burg empfehlen wir Ihnen, sich die eklektische Basilika anzusehen. Auf ihrer Fassade sind Motive aus dem Leben Javiers dargestellt.

 

Anlässlich des 500. Geburtstags von San Francisco Javier wurde eine Mehrzweckhalle errichtet, die Aula Francisco de Jasso, mit 1300 Plätzen, und der Ausstellungssaal Georg Schurhammer. Hier wird das persönliche Archiv des bedeutendsten Biografen von Francisco de Javier ausgestellt, das eigens aus Rom hierher gebracht wurde.

Die Kathedrale von Tudela

Ort: TUDELA (31500)

Adresse: Plaza Plaza Vieja

Bereich: Die Ribera

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII - XVII

Öffnungszeiten: de lunes a domingo de 10:00 a 13:30 y de 16:00 a 19:00. Domingos tardes cerrado. El acceso a la capilla de Santa Ana es libre todos los días, de 9:30 a 13:30 horas y de 16:00 a 19:00 horas.

Preis: entrada normal 3 euros. Consultar tarifas para grupos especiales.

Tel.: 948402161

E-Mail: info@catedraldetudela.com

 

Die Kathedrale Santa María ist eines der geschichtsträchtigsten Gebäude von Tudela. Sie wurde im 12. Jh. auf den Überresten der größen Moschee der Stadt errichtet und 1884 zum Nationaldenkmal erklärt. Ehe man sich die Kunstschätze des Innenraums ansieht, sollte man einen Blick auf die drei Portale werfen.

 

Das auffälligste ist das Hauptportal, das auch als das Portal des Jüngsten Gerichts bekannt ist. Die Kathedrale wird derzeit einer mehrere Jahre dauernden Renovierung unterzogen.

 

Im Frühjahr 2006 sollen das lichtdurchflutete gotische Mittelschiff und die herrlichen Seitenkapellen und Altäre wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bis dahin kann man jedoch den großartigen romanischen Kreuzgang besichtigen, den man vom Diözesanmuseum her betritt. Die Ribera hat zahlreiche und vielfältige Kunstschätze zu bieten. Die Kathedrale von Tudela, die im Jahr 1884 zum Nationaldenkmal erklärt wurde, ist das wichtigste Baudenkmal dieser Gegend. Mit dem Bau der ehemaligen Stiftskirche des Ortes im Zisterzienserstil wurde im Jahr 1180 begonnen. Sie wurde auf den Grundmauern einer ehemaligen Moschee errichtet.

 

Die Kirche steht im Zentrum der Altstadt und besitzt drei Zugänge. Das Südportal oder Portada de la Virgen ist das älteste. Es ist ein romanisches Portal, und auf den Säulenkapitellen werden die Wunder von Jesus dargestellt.

 

Das ebenfalls romanische Nordportal oder Portada de Santa María entstand später. Das dritte und zweifellos schönste Portal hat den Namen Portada del Juicio Final (Portal des Jüngsten Gerichts). In ihm vermischen sich romanische und gotische Elemente, und es enthält großartige Verzierungen: Szenen aus der Schöpfungsgeschichte und dem Alten Testament und die Darstellung des Jüngsten Gerichts.

 

Links sind das Paradies und die Belohnungen der Gerechten zu sehen, rechts die Hölle und die Sünden, darunter die Verschwendung, der Neid, die Völlerei und die Gotteslästerung. Die Kathedrale besitzt einen großen und interessanten romanischen Kreuzgang aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert. An seinem Bau wirkten nicht weniger als drei Bildhauer mit.

 

Wenn Sie durch den wunderschönen Garten gehen, achten Sie auf die Säulenkapitelle, die mit Szenen aus dem Neuen Testament verziert sind.

 

Auch der Innenraum der Kathedrale birgt wertvolle Kunstwerke. Die romanische Kirche besteht aus drei Schiffen und einer großartigen gotischen Vierung, an die sich ein T-förmiger Chor anschließt.

 

Vor dem Hochaltar, in der Mitte der Kirche, befindet sich ein Chorgestühl. Es wurde von dem französischen Bildhauer Esteban de Obray geschaffen und besteht aus 86 Sitzen. Auf dem mittleren Sitz ist eine kuriose Schnitzerei zu finden. Offensichtlich hatte der Künstler seinen Lohn nicht wie vereinbart erhalten und schnitzte kurzerhand zwei Raben in das Gestühl, die die Augen aus einem menschlichen Schädel pickten.

 

Dies ist als Anspielung auf das spanische Sprichwort "Züchte Raben, und sie picken dir die Augen aus" zu verstehen. Ehe sie diese herrliche Kirche verlassen, sollten Sie sich die Mittelapsis mit dem spanisch-flämischen Hochaltaraus dem 15. Jh. ansehen. Daneben ist in einer der seitlichen Nischen eine bewundernswerte romanische Marienfigur zu finden, die die Weiße Jungfrau darstellt.

 

Ebenfalls sehenswert sind die Barockkapelle Santa Ana mit einer gotischen Figur der Schutzheiligen, die Heiliggeistkapelle (18. Jh.) und die San Martín-Kapelle mit ihrem schönen plateresken Gitter.

 

Zum Abschluss dieses kulturellen Rundwegs kann man noch ein wenig durch die Straßen, Gassen und Durchgänge des ehemaligen Judenviertels und des arabischen Viertels von Tudela bummeln und sich die schönen Gebäude ansehen. Und natürlich kann man auch eines der Restaurants aufsuchen und sich die berühmten Gemüse aus der Ribera schmecken lassen.

Die Romanische Brücke

Ort: PUENTE LA REINA (31100)

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XI

 

Die romanische Brücke von Puente la Reina ist eines der interessantesten Bauwerke ziviler Architektur am Jakobsweb in Navarra. Hier treffen sich die Pilgerroute, die von Roncesvalles her kommt, und der tolosanische Zweig, der am Somport-Pass beginnt.

 

Ein Treffpunkt für die Pilger und Anknüpfungspunkt für viele Geschichten und Legenden, zu denen die Pilgerfahrten über Jahrtausende hinweg Anstoß gegeben haben.

 

Der Arga, der unter den beeindruckenden Bögen der Jahrtausende alten Brücke hindurchfließt, wartet für die Reisenden, die sich von seinem Plätschern in seinen Bann ziehen lassen, mit den überraschendsten Erzählungen auf. Man braucht nur genau hinzuhören, dann erfährt man die erstaunliche Legende vom "Txori". Die romanische Brücke Puente la Reina verleiht diesem Ort, dem Hauptort des Ilzarbe-Tals oder Valdizarbe in der Zona Media von Navarra, seinen Namen.

 

Dieser Übergang über den Arga wurde im 11. Jh. errichtet, allem Anschein nach auf Anweisung einer Königin hin. Es könnte sich hier um die Oberste Herrin von Castilla, die Gemahlin von Sancho dem Älteren, oder um Doña Estefanía, die Frau von García Nájera gehandelt haben. Zweck des Bauwerks war es, den Pilgern auf dem Jakobsweg nach der Durchquerung des Ortes auf der Rúa Mayor die Überquerung des Flusses zu erleichtern.

 

Die Brücke ist eines der herrschaftlichsten romanischen Zivilbauwerke entlang des Jakobsweges. Sie besticht vor allem durch ihre Eleganz und ihre nüchternen Linien. Die Brücke ist 110 Meter lang und verläuft über 7 Rundbögen; der erste Bogen, vom Osten her kommend, liegt unter der Erde. Zwischen den Bögen öffnen sich - wie Gucklöcher - kleinere Bögen. Sie dienen zur Auflockerung der Struktur, und verhindern, dass sich bei Hochwasser der Fluss an der Brücke staut. Sie besaß einst 3 Wehrtürme, zwei an jedem Ende und einen weiteren in der Mitte, auf dem die Renaissance-Skulptur der Virgen del Puy oder auch Virgen del Txori stand.

 

Der Legende zufolge erhielt diese Marienstatue häufige Besuche eines kleinen Vogels (auf baskisch txori), der sie pflegte, ihr mit Wasser aus dem Arga das Gesicht wusch und Spinnweben und Schmutz entfernte. Es heißt, dass an den Tagen, an denen der Txori zu Besuch kam, die Glocken zu läuten begannen und religiöse Feste gefeiert wurden.

 

Die Marienstatue steht heute nicht mehr auf der Brücke. Sie wurde 1843 in die Kirche San Pedro ganz in der Nähe des Flussufers gebracht.

 

Diese Kirche ist, vor allem wegen ihrer Altarbilder, eine Besichtigung wert, wie auch die Kirche Santiago el Mayor, die ein schönes Portal im romanischen Stil mit mozarabischen Einflüssen besitzt. In ihr wird eine hoch geschätzte gotische Skulptur des Apostels Jakobus des Älteren aufbewahrt. Sehenswert ist auch die Crucifijo-Kirche, die aus zwei Schiffen besteht - eines ist romanisch, das andere gotisch - und die von den Templern erbaut worden sein soll. In ihr ist ein schönes gotisches Kreuz zu bewundern.

 

Außerdem sollte man sich Zeit für einen Rundgang durch den Ort nehmen, der den Zauber eines Dorfes bewahrt, das vom und für den Jakobsweg ins Leben gerufen wurde. Das sieht man schon am für den Pilgerweg typischen Verlauf seiner Straßen. Puente la Reina wuchs auf beiden Seiten des Weges, der gleichzeitig die Hauptstraße ist, wobei zwei breitere Straßen parallel dazu angelegt wurden, und andere, schmalere, die auch als Belenas bezeichnet werden.

 

Hier treffen sich zwei Pilgerrouten des sogenannten Französischen Weges, die aus Roncesvalles kommende, und die Route, die nach der Überquerung des Somport-Passes durch das Gebiet der Merindad de Sangüesa nach Navarra hinein führt.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung sind die Überreste der Römervilla von Andelos in der Gemeinde Mendigorría - ca. 6 km von Puente la Reina entfernt -, das Wehrdorf von Artajona aus dem 11. Jh. mit seinen Befestigungsmauern - nur 8,5 km von Mendigorría entfernt - und schließlich die romanische Kirche Santa María de Eunate in der Gemeinde Muruzábal in 5,5 km Entfernung von Puente la Reina. Dieses Bauwerk mit achteckigem Grundriß ist vor allem auch wegen seiner außergewöhnlichen Bogengänge sehenswert.

Die römischen Ruinen von Andelos

Öffnungszeiten: De 15:00 a 18:00

 

In Andelos sind die Ruinen einer Römerstadt zu besichtigen. Still ruhen hier die Reste einer großen Siedlung, die zu Zeiten des Römischen Reiches erheblichen Wohlstand genoss.

 

Die Stadt mit ihren Straßen und Häusern, Läden, Thermen und Quellen zum Teil noch erhalten, und so bringen uns die Überreste das Leben und die Gebräuche aus ferner Vergangenheit nahe. Besonders ein Bauwerk hat sich dank der herausragenden Leistung römischer Ingenieure und Baumeister in gutem Zustand erhalten: das System für die Wasserversorgung der Stadt. Die Römerstadt Andelos liegt im Gemeindebezirk von Mendigorría, in der Zona Media von Navarra. Sie liegt auf einer Hochterrasse aus dem Quartär am rechten Ufer des Arga, südlich von Puente la Reina.

 

Der bemerkenswerteste Fund war bei den Ausgrabungen an dieser Stelle das Wasserversorgungssystem. Sowohl der Umfang als auch der Erhaltungszustand dieses Wasserbauwerks ist ganz außergewöhnlich. Es reicht von der Wassererfassung bis zum zentralen Verteiler in der Stadt. Außer diesem Fund haben die Ausgrabungen auch noch den Grundriss der Straßenzüge und einen Teil der Stadtmauer zu Tage gefördert.

 

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

 

An der Stelle, an der heute die Ruinen der Römerstadt Andelos liegen, hatten sich schon im 4. bzw. 3. Jh. v. Chr. Menschen angesiedelt. Möglicherweise nahmen Baskonen schon im 2. Jh. v. Chr. Kontakt zu den Römern auf. Im 1. und 2. Jh. n. Chr. erlebt die Stadt ihre Blütezeit. In diese Zeit fallen ein ausgeprägtes Wachstum des Ortes und der Bau des komplexen Wasserversorgungssystems. Die Stadt war bis in das späte Mittelalter bewohnt; aus der Zeit ist aber nur noch die Wallfahrtskirche Nuestra Señora de Andión erhalten.

 

Ein Rundgang durch Andelos

 

Man betritt die Ausgrabungsstätte durch das Archäologische Museum von Andelos, das 2003 eingeweiht wurde. Dies ist der Ausgangspunkt für die Entdeckungsreise zu den Geheimnissen dieser tausendjährigen Stadt. Diese Erkundung ist in verschiedene Blöcke unterteilt, in denen der Ursprung der ersten Siedlung, die ersten Kontakte mit der römischen Zivilisation, die Architektur und die Lebensweise der Römer beschrieben werden.

 

Der Rundgang beginnt im Cardus (Straße mit Säulengang). Hier sieht man die Grundpfeiler, auf denen die Bögen des Aquädukts ruhten, das aus einem 3,5 km entfernt gelegenen Stausee das Wasser heranführte. In der Gegenwart zeugen nur diese Ruinen von jenem langen steinernen Arm, mit dem sich die Stadt mit Waser versorgte. Von hier geht es weiter zur alten Wäscherei/Färberei, in der man sich in eine kleine Welt aus Gerüchen und Farben hinein versetzen kann.

 

Dahinter ist das letzte Stück des Aquädukts zu sehen, das nur ein paar Meter weiter in das ?Castellum Aquae" mündete, vom dem aus die ganze Stadt mit Wasser versorgt wurde. Hier wurde der Wasserstrom aufgeteilt und umgeleitet. Dahinter befindet sich der Brunnen, das Nympheus, das zu jener Zeit sicherlich ein beliebter Versammlungsort war.

 

Der Rundgang setzt sich in nordöstlicher Richtung zum Beginn des Decumanus fort, einer der senkrechten Hauptachsen, die die Stadt durchquert. Hier befindet sich, gleich zu Beginn, rechts der Zugang zum Haus mit Peristylum oder Säulenhof mit einem Brunnen. Auf dem Decumanus geht es weiter zum Bacchus-Haus. Hier lockt der Gott des Weines.

 

Am Ende trifft der Decumanus senkrecht auf den Cardus, der in Nord-Süd-Richtung verläuft. Diese Straße stand im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens von Andelos. Dies war ein Wohnbezirk, in dem sich weitläufige Villen und öffentliche Gebäude wie die Läden oder Thermen abwechselten. Letztere hatten eine sehr komplettes Angebot, das dem von moderneren Einrichtungen aus späten Jahrhunderten in nichts nachstand. Sie waren mit Umkleidebereich, einer Sauna, Warm- und Kaltwasserbecken und auch Bereichen mit Temperaturen, die zwischen den beiden Extremen lagen, ausgestattet. In der Palestra machten die Bewohner von Andelos Gymnastik, trieben Sport und vergnügten sich bei Spielen und stärkten so ihren Körper und befreiten gleichermaßen ihren Geist.

 

Lassen Sie sich nicht die Gelegenheit entgehen, einen Abstecher zum Wasserversorgungssystem in 3,5 km Entfernung von der Stadt, zwischen den Gemeinden Mendigorría und Cirauqui zu machen. Hier befindet sich ein Stausee mit einem Fassungsvermögen von 20 000m3. Der ausgezeichnete Zustand und die Abmessungen dieses Ingenieurbauwerks aus dem 1. Jh. n. Chr. sind beeindruckend. Dazu gehört auch ein Ausgleichsbecken mit einem Fassungsvermögen von 7 000 m3. Von hier aus wurde das Aquädukt gespeist, das das Wasser bis in die Stadt leitete. Dort wurde es vom ?Castellum Aquae" aus in der ganzen Stadt verteilt.

Die Stiftskirche von Roncesvalles

Ort: ORREAGA/RONCESVALLES (31650)

Bereich: Die Pyrenäen

Web: www.roncesvalles.es

Stil: Gotisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: conjunto monumental: de lunes a domingo de 10:00 a 14:00 y de 15:30 a 17:30 horas. Iglesia Colegial de lunes a domingo de 8:00 a 20:00.

Preis: visita completa 3,90€.

Tel.: 948790480

Fax: 948790450

 

Zwischen den von Nebelschwaden umhüllten Pyrenäengipfeln erhebt sich die Stiftskirche von Roncesvalles, in deren Stein Geschichte und Legenden verewigt sind. Roncesvalles ist eine wichtige Station auf dem Jakobsweg, es ist Pilgerherberge und Pilgerhospital und für die meisten Pilger der Ausgangspunkt ihrer Wallfahrt nach Santiago de Compostela.

 

Hier im Norden Navarras fand die legendäre Schlacht von Roncesvalles statt, die das mittelalterliche Rolandslied besingt. Man vergisst diese Gegend nicht leicht. Die überwältigende Schönheit der Landschaft bringt die Besucher dazu, innezuhalten und sich diesem Reiz hinzugeben. Das Pyrenäendorf Orreaga/Roncesvalles im Nordwesten Navarras und nahe der französischen Grenze ist eine wichtige Station des Jakobsweges. Hier steht eines der besten Beispiele der französischen Gotik in Spanien: Die Stiftskirche Santa María. Der Abstieg vom Ibañetapass von Luzaide/Valcarlos her kommend führt uns zu diesem ehemaligen Pilgerhospital und -herberge, das Ende des 12./Anfang des 13. Jhs. zur Versorgung und Verpflegung der Jakobspilger auf ihrem Weg durch die Pyrenäen errichtet wurde.

 

Geschichte

 

Orreaga/Roncesvalles war schon immer ein Tor zur Iberischen Halbinsel. Schon die Kelten benutzten diesen Zugang. Später waren es die Römer, die eine Straße von Bordeaux nach Astorga bauten. 778 fand in der Schlucht von Valcarlos de Schlacht von Roncesvalles statt, als die von Roland befehligte Nachhut der Truppen Karls des Großen, in der hochrangige Vertreter des fränkischen Adels kämpften, von den Vaskonen überfallen und besiegt wurde. Die Kunde von dieser Schlacht ging durch ganz Europa und bildete den Stoff für das Rolandslied, ein Heldenepos aus dem 12. Jahrhundert.

 

Ein weiteres bedeutendes Ereignis trug sich etwas früher zu: Im Jahr 813 wurde das Grab des Apostels Jakobus in Galicien entdeckt, und kurze Zeit später begannen die Pilgerwanderungen der gesamten Christenheit nach Santiago de Compostela. Eine der Routen des Jakobsweges, die dank der Förderung von König Sancho III. dem Älteren zur wichtigsten Route wurde, überquerte die Pyrenäen bei Roncesvalles. Zur besseren Versorgung und Verpflegung der Pilger wurde im 12. Jh. am Ibañeta-Pass ein Kloster mit Hospital gebaut. Später entstanden auf Betreiben des Bischofs von Pamplona und König Alfons des Kämpfers auf der kleinen Hochebene eine Herberge mit Hospital und die Stiftskirche von Roncesvalles.

 

Im Mittelalter wurden neue Gebäude errichtet, und die Stiftskirche erlangte dank ihrer weitläufigen Ländereien und der wachsenden Zahl der Pilger große Bedeutung. Ab dem 17. Jh. erlebt Roncesvalles genau wie der übrige Jakobsweg einen Niedergang, und seine Besitzungen schrumpften. Erst im 20. Jahrhundert, nachdem es gelang, die Säkularisierung zu umgehen, setzte eine allmähliche Erholung ein. In den letzten Jahren hat der Jakobsweg einen neuen Aufschwung erlebt und Roncesvalles ist für viele Pilger der Ausgangspunkt ihrer Reise.

 

Die Kunst in der Stiftskirche von Roncesvalles Aus dem Gebäudekomplex der Stiftskirche ragt die Kirche Santa María heraus. Sie wurde Ende des 12./Anfang des 13. Jhs. errichtet. Stilistisch weist der Bau die Merkmale der französischen Gotik auf. Die dreischiffige Kirche, deren Mittelschiff doppelt so breit ist wie die Seitenschiffe, wird von Kreuzrippengewölben überspannt. Der Chor hat die Form eines Fünfecks, das von schönen gotischen Fenstern mit modern gestalteten Scheiben ausgeleuchtet wird. Auf der linken Seite der Fassade erhebt sich ein Wehrturm, der im 14. Jh. gebaut wurde.

 

Auf dem Hochaltar steht die Figur der Heiligen Maria von Roncesvalles aus dem 14. Jahrhundert, eine schöne gotische Holzfigur, die mit Silber verkleidet und mit vergoldeten Elementen verziert ist. An die Epistelseite schließt sich ein Kreuzgang an, der nach dem Einsturz des ehemaligen gotischen Kreuzgangs unter der Last des Schnees im Jahr 1600 im Zisterzienserstil wieder aufgebaut wurde.

 

An den Kreuzgang schließt sich die Augustinuskapelle an. Dieser ehemalige gotische Kapitelsaal hat einen quadratischen Grundriss. In der Mitte des Saales steht das Grab König Sanchos VII. des Starken. Es wird von einer Steinplatte aus dem 13. Jh. bedeckt. Darauf ist eine Skulptur dargestellt, die einen Eindruck von der beeindruckenden Körpergröße des Monarchen vermittelt. Durch ein Buntglasfenster aus dem frühen 20. Jh. fällt das Tageslicht in die Kapelle. Dargestellt werden hier der Sieg gegen die Almohaden bei Navas de Tolosa (1212). Von dort stammen die in diesem Raum ausgestellten Keulen und Ketten, die der Monarch seinem Gegner Miramamolín entriss. Der Tradition zu Folge sind dies die Ketten, die auf dem Wappen von Navarra abgebildet sind.

 

Ein weiteres Gebäude von Orreaga/Roncesvalles, und zwar das älteste von allen, ist die Kapelle Santo Espíritu oder Silo Karls des Großen aus dem 12. Jahrhundert. Sie steht an der Stelle, an der Roland nach der Niederlage in der Schlacht von Roncesvalles sein Schwert in den Boden gerammt haben soll. Daneben steht die Santiago-Kirche oder Pilgerkirche im Stil der frühen Gotik. In ihrem Innenraum befindet sich eine Glocke aus der ehemaligen Wallfahrtskirche San Salvador von Ibañeta, deren Geläut den Pilgern an Nebeltagen zur Orientierung gedient haben soll.

 

Die Bibiliothek mit Museum wurde Ende des 19. Jhs. eingerichtet. Im Obergeschoss befinden sich das Archiv und die Bibliothek, zu der Wissenschaftler Zugang haben. Es verfügt über umfangreiche Bestände mit insgesamt über 15.000 Bänden. Das Museum im Erdgeschoss zeigt interessante Objekte, darunter das Schachspiel Karls des Großen und einen Reliquienschrein mit vergoldetem Silber und Emaille, der ebenfalls Karl dem Großen gehört haben soll. Darüber hinaus sind weitere interessante Stücke zu sehen, zum Beispiel ein Evangelienbuch aus Silber aus dem 12. Jahrhundert, ein Meisterwerk der Silberschmiedekunst Navarras, und der sogenannte Smaragd von Miramamolín. Es heißt, König Sancho VII. der Starke habe diesen Smaragd in der Schlacht von Navas de Tolosa von dem Maurenkönig erbeutet.

 

Ebenfalls zum Gebäudekomplex von Orreaga/Roncesvalles gehört das Casa Itzandegia. Es wurde im Stil der frühen Gotik errichtet, möglicherweise als Hospital oder als Wohnhaus. Durch einen aufwändigen Umbau entstand daraus eine Pilgerherberge. Zwischen der Santiago-Kapelle und dem Casa Itzandegia steht das Denkmal der Schlacht von Roncesvalles. Auf den Reliefs sind Szenen aus der Schlacht dargestellt.

Eunate

Ort: MURUZÁBAL (31152)

Adresse: Iglesia de Santa María de Eunate

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: de octubre a febrero, de martes a domingo 10:30 a 14:30.Diciembre cerrado.

 

Im Abendlicht oder in den zarten Farben des Sonnenaufgangs tritt die Schönheit einer der reizvollsten und sehenswertesten Kirchen des Jakbosweges am besten hervor: Nuestra Señora de Eunate (1170) ist eine schlichte, einzigartige und mysteriöse Kirche. Kurz vor Puente la Reina steht sie allein inmitten einer Ebene, die im Sommer über und über von Sonnenblumen bewachsen ist. Ihr achteckiger Grundriss und der umlaufende Kreuzgang unterscheiden diese Kirche von allen anderen romanischen Kirchen.

 

Das ungeklärte Mysterium ihres Ursprungs und das beunruhigende Innere machen diese Kirche, die einst als Pilgerhospital, als Leichenhalle, als Leuchtturm für Pilger, als christliches Gotteshaus und als esoterisches Sanktuarium diente, so außergewöhnlich und rätselhaft. Lassen Sie sich überraschen von ihrer rätselhaften geometrischen Form und von ihrem beeindruckenden Innenraum, und ergründen Sie den Ursprung ihres Namens, der auf baskisch ?100 Türen" bedeutet. In Muruzábal (Valdizarbe-Tal), an der Tolosa-Route des Jakobsweges und kurz bevor diese in Puente la Reina in die Route von Orreaga/Roncesvalles einmündet, steht die einsame, aber eindrucksvolle Kirche Santa María de Eunate. Dieses Bauwerk von eigentümlicher Schönheit im romanischen Stil wurde zum Nationaldenkmal erklärt. Der Ursprung der 1170 erbauten Kirche ist nicht geklärt.

 

Einige Historiker vemuten, dass der Templerorden die Kirche gebaut haben könnte und sie später als Hospital des Johanniterordens diente. Der Volksmund behauptet indes, die Kirche sei als Grabkapelle von einer Königin oder Adeligen gegründet worden, deren Grab sich unter der Kirche befinde.

 

Die Entdeckung von Gräbern zwischen den Säulen des Kreuzgangs und die Überreste eines Grabes vor dem Eingang, in dem unter anderem eine Pilgermuschel gefunden wurde, gelten als Hinweise darauf, dass diese Kirche eine Friedhofskirche für Pilger war.

 

Das achteckige Gebäude wird wie das Heilige Grab von Jerusalem und zwei weitere Bauwerke am Jakobsweg von einer aus 33 Bögen bestehenden Säulengalerie mit verzierten Kapitellen umgeben.

 

Die Harmonie des achteckigen Grundrisses wird von der fünfeckigen Apsis und einem quadratischen Turm, der an das Epistelschiff angebaut wurde, durchbrochen. Von außen fällt der Blick auf Fenster mit Steingittern und Blendfenster und auf zwei Portale.

 

Das Nordportal ist reich verziert, das Westportal ist etwas schlichter. Sehen Sie sich in Ruhe den Portikus an, ehe Sie die Kirche betreten. Der Innenraum ist schlicht und enthält einige Elemente arabischen Ursprungs.

 

Sobald sich die Augen an das Halbdunkel des Kircheninneren gewöhnt haben, spürt man die spirituelle Atmosphäre der Ruhe, die diese Kirche kennzeichnet. Die aus Quadersteinen gemauerten Wände sind in zwei Teile gegliedert. In den Ecken stehen jeweils zwei Säulen übereinander.

 

Die Nüchternheit des Innenraums ist nur scheinbar, denn die Säulen weisen 26 verzierte Kapitelle auf. Die achteckige Kuppel wird von 8 Rippen getragen, die unterschiedliche Winkel aufweisen. Daraus ergibt sich, dass die acht Seiten der Kirche unterschiedlich groß sind.

 

In der architektonisch sehr interessanten halbkreisförmigen Apsis befinden sich die ältesten Skulpturen der Kirche.

 

Unweit von dieser mittelalterlichen Kirche, in Olcoz, steht die Kirche San Miguel mit einer identischen Fassade wie Santa María de Eunate, nur seitenverkehrt. Der Legende nach war der Steinmetzmeister, der mit dem Bau der Fassade von Eunate beauftragt worden war, verärgert, weil ihm in seiner Abwesenheit ein Riese mit übernatürlichen Kräften zuvor gekommen war und die Fassade errichtet hatte.

 

Der Abt forderte den Steinmetz auf, zum Beweis seines Könnens die gleiche Fassade in der gleichen Zeit zu errichten. Dies gelang dem Steinmetz mit Hilfe von Hexen, Schlangen und Zaubersprüchen, allerdings war die Fassade seitenverkehrt. Als der Riese dies sah, wurde er wütend und schlug mit solcher Kraft auf die Fassade ein, dass sie bis nach Olcoz flog.

Julián-Gayarre-Mausoleum

Ort: RONCAL (31415)

Adresse: Cementerio de Roncal

Bereich: Die Pyrenäen

Interessante Links: www.pirineonavarro.com

Stil: Modern

Jahrhunderte der Erbauung: XIX

Tel.: 948475180

 

Das Julián-Gayarre-Mausoleum befindet sich in dem Pyrenäendorf Roncal in 88 km Entfernung von Pamplona. Die Skulpturengruppe versetzt uns in die Glanzzeit des aus Navarra stammenden Sängers und des valencianischen Bildhauers Mariano Benlliure zurück.

 

Das Mausoleum wurde auf der Pariser Weltausstellung von 1900 gezeigt und mit der Ehrenmedaille für Bildhauerei ausgezeichnet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die damalige Herrscherin Königin María Cristina es neben dem Teatro Real aufstellen lassen wollte.

 

Die Familie des Tenors lehnte dies jedoch ab, und so ist das Mausoleum die Attraktion des kleinen Friedhofs von Roncal, der nur 800 Meter vom Heimatdorf des großen Gayarre entfernt ist. In Roncal sollte man sich unbedingt das Mausoleum des Tenors Julián Gayarre ansehen. Wenn man vom Rathaus aus an der großen Wand für das Pelote-Spiel und an den Schulen vorbeifährt - beides sind Geschenke des Tenors an sein Heimatdorf - dann erreicht man nach weniger als einem Kilometer den ruhigen Dorffriedhof von Roncal. Hier befindet sich das restaurierte Mausoleum.

 

Die Skulpturengruppe wurde von dem berühmten valencianischen Künstler Mariano Benlliure geschaffen und im Jahr 1901 auf dem Friedhof des Pyrenäendorfes aufgestellt, elf Jahre nach dem Tod des Tenors. Das aus weißem Marmor und Bronze geschaffene Denkmal erhebt sich auf einem Sockel mit vier Stufen und besteht aus einem Marmorsarkophag, der an den Stirnseiten mit Kinderfiguren verziert ist. Sie sind in Form eines Flachreliefs dargestellt und singen die Librettos der berühmtesten, von Gayarre interpretierten Opern.

 

Auf einer Seite des Grabes ist eine Frauenfigur aus Bronze mit Laute dargestellt. Sie verbirgt ihr trauriges Gesicht und stellt eine Allegorie der Musik dar. Der symbolische Wert des Mausoleums wird durch zwei weitere Bronzefiguren verstärkt: die Harmonie und die Melodie. Sie sind an die Grabplatte gelehnt, aber nicht befestigt, und ihre Hände greifen nach der bronzenen Laute.

 

Darüber erhebt sich die Figur der Fama, der Allegorie des Ruhms. Sie beugt sich hinunter, um die letzte Note aus dem Mund des Tenors zu hören, der indes für immer verstummt ist. Der Friedhof von Roncal ist normalerweise geschlossen. Man kann sich das Mausoleum jedoch auch von außen ansehen.

 

Von Roncal aus kann man anschließend weitere Dörfer des Tales besuchen, z.B. Isaba oder Burgui mit seinem Almadía-Museum, oder eine Käserei in Burgui, Vidángoz oder Uztárroz besichtigen. Es ist auch nicht weit zu den höchsten Pyrenäengipfeln Navarras, wo man im Winter Skiwandern oder Skilanglauf betreiben kann.

Kirche San Pedro de la Rúa

Ort: ESTELLA (31200)

Adresse: Calle San Nicolás, 1

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: De martes a sábado de 11:00 a 12:30 y de 16:00 a 20:00. Domingos, 30 minutos antes de las misas y de 17:00 a 20:00.

Preis: Entrada libre.

 

Direkt am Jakobsweg, im ehemaligen Zentrum der mittelalterlichen Stadt Estella, erhebt sich die Kirche San Pedro de la Rúa. Sie ist die größte Kirche der Stadt, und ihr Kreuzgang aus dem 12. Jh. gilt als das romanische Bauwerk mit dem größten Figurenreichtum ganz Navarras.

 

Die Kirche, die von einem kleinen Hügel gegenüber dem Palast der Könige von Navarra aus auf die ganze Stadt hinabblickt, besitzt außerdem einen schönen Portikus aus dem 13. Jh. mit Kleeblattbögen arabischen Einflusses und reichhaltigen Verzierungen sowie einen imposanten Turm. Sehenswert im Innern sind, unter anderem, das romanische Chorgestühl und verschiedene romanische und gotische Skulpturen. Der Grundriss dieser Kirche ist wegen des Standorts etwas unregelmäßig: sie wurde auf einer schroffen Anhöhe an der Stelle errichtet, an der zuvor die Burg von Estella gestanden hatte. Während des Mittelalters diente sie als Pilgerfriedhof. Hier wurde im 13. Jh. der griechische Bischof Patras de San Andrés beerdigt. Seine Reliquie wird in dieser Kirche verehrt.

 

Der um das Jahr 1170 errichtete Kreuzgang ist eines der schönsten Elemente des Gebäudes. Von ihm sind jedoch nur der Nord- und der Westflügel erhalten. Die beiden anderen stürzten bei der von König Philipp II. im Jahr 1572 angeordneten Sprengung der Burg von Zalatambor ein. Der Kreuzgang besitzt einen quadratischen Grundriss und ist im spätromanischen Stil gehalten. Bei der Ausschmückung kombinierten die Baumeister die Bildsprache des Jakobsweges mit weiteren Pflanzen- und Tiermotiven. Jede Seite besitzt neun einfache Rundbögen, die jeweils auf Doppelsäulen ruhen. Auf den Kapitellen des Nordflügels sind Heilige und Szenen aus dem Leben Jesu dargestellt, während auf die des Westflügels Pflanzenmotive und Fabelwesen wie Harpyien und Abwandlungen von Adlern und Greifen zeigen. Der Kreuzweg besitzt noch eine bauliche Besonderheit, die auch in Burgo de Osma und Santo Domingo de Silos zu sehen sind, und die Sie sich nicht entgehen lassen sollten: die vier miteinander verschränkten Säulen, auf die sich die zentralen Bogengänge stützen.

 

Sehr schön ist auch der romanische Portikus vom Ende des 12. Jahrhunderts mit einer Reihe von Kleeblattbögen arabischen Einflusses und reichhaltigen Verzierungen. Er weist Ähnlichkeiten zu den Portalen der Santiago-Kirche in Puente la Reina und San Román in Cirauqui auf.

 

Der beeindruckende, wuchtige Turm mit rechteckigem Grundriss auf der Westseite der Kirche verleiht dem Gebäude ein militärisches Aussehen. Dieser Eindruck wird noch durch die Schießscharten verstärkt. An diesem Turm lassen sich sehr schön die verschiedenen Bauphasen nachvollziehen. Der oberste Abschnitt besteht aus Ziegelmauerwerk aus dem 17. Jahrhundert.

 

Im Innern der Kirche sollte man sich die San Andrés-Kapelle (1596) ansehen. Sie wird von einer Kuppel aus dem Jahr 1699 mit barockem Stuckwerk überspannt. Der barocke Altar aus dem 17. Jh. auf der Seite des Evangelienschiffs besitzt ein Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert, das laut Überlieferung ein Jude, der den Christen feindlich gesinnt war, in den Ega warf. Auf wundersame Art und Weise schwamm das Kreuz gegen den Strom bis zur Pfarrei Santo Sepulcro, wo man es aus dem Wasser fischte.

 

Weitere interessante Kunstwerke sind im Presbyterium zu sehen: Eine romanische Marienfigur aus Bethlehem, ein gotisches Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert, eine Statue des Hl. Petrus aus dem Jahr 1687 sowie ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, auf dessen Fuß der Baum des Lebens dargestellt ist.

 

Nach der Besichtigung können Sie auf dem Aufgang zur Kirche eine kleine Verschnaufpause einlegen und von dort oben den herrlichen Blick auf den romanischen Königspalast genießen, in dem jetzt das Gustavo de Maeztu-Museum untergebracht ist. Dieser Treppenaufgang wurde von Francisco Pons Sorrolla entworfen und 1966 konstruiert, im selben Jahr, als auch der Plaza de San Martín, der an den Palast angrenzt, ausgebaut wurde.

Kirche Santa María

Ort: LOS ARCOS (31210)

Adresse: Plaza Plaza de Santa María

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: Misas: de lunes a sábados, 19:30; domingos, 12:00 y 18:00

Telefonnummern: 948640079 - 948640021

 

Wenn Sie es reizvoll finden, in ein und demselben Gebäude völlig unterschiedliche Kunststile vereint zu sehen, sollten Sie auf jeden Fall die Kirche Santa María in Los Arcos besichtigen, eine der bedeutendsten Kirchen Navarras.

 

Los Arcos ist ein kleiner Ort direkt am Jakobsweg, auf halber Strecke zwischen Estella und Viana. Hier erhebt sich dieses gewaltige, reich verzierte Bauwerk, das zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert errichtet und immer wieder umgebaut wurde. Es vereint, von der Spätromanik und Frühgotik bis hin zur Renaissance und dem Barock, eine ganze Reihe unterschiedlichster Baustile in einer Anlage.

 

Sehenswert im Innenraum sind der großartige Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert, auf dem eine gotische Marienfigur thront, andere Altarbilder aus dem Rokoko und dem Barock und Altäre mit Reliquienschreinen, ein manieristisches Chorgestühl und interessante Kommoden und Schränke in der Sakristei, nicht zu vergessen eine der spektakulärsten Orgeln ganz Navarras und ein herrlicher Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche Santa María steht am gleichnamigen Platz, im historischen Zentrum dieses Marktfleckens mit 1 300 Einwohnern, unweit vom Ufer des Odrón. Ihre Errichtung ist zum Teil dem Jakobsweg zu verdanken. Sie wurde zu Ende des 12. Jhs. gebaut, zu einer Zeit also, als der Pilgerweg großen Zustrom verzeichnete.

 

Das platereske Portal aus dem 16. Jh. ist eines der schönsten Beispiele für den Renaissance-Stil in Navarra. Ein aufmerksamer Betrachter kann die Köpfe von Cherubinen, eine sitzende Mutter Gottes mit dem Jesuskind in Begleitung von Engeln und die Skulpturen der Heiligen Petrus und Paulus erkennen. Falls Ihr Besuch auf den 23. April oder den 16. August fallen sollte, und sie das Glück haben, einen wolkenlosen Tag zu erleben, können Sie sehen, wie die Nachmittagssonne das Gesicht der Mutter Gottes anstrahlt. Vor dem Portal steht ein Portikus aus dem 18. Jh. im klassischen Stil, bestehend aus einer Galerie mit sieben Rundbögen, die von einem Kreuzrippengewölbe überspannt wird.

 

Die einschiffige Kirche hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes, und der Innenraum überrascht mit einer verschwenderischen Ausschmückung im Renaissance- und Barockstil, die sich in Stuckwerk, Malereien und Altarbildern zeigt. Diese Verzierungen verdecken sogar die mittelalterlichen Strukturen.

 

Besonders schön ist der herrliche Hochaltar, ein barockes Kunstwerk, auf dem drei religiöse Zyklen dargestellt sind: die Gestaltung der Katholischen Kirche, die Leidensgeschichte Jesu und ein Zyklus, der der Jungfrau Maria gewidmet ist. Über diesen Bildern thront eine Figur der Mutter Gottes mit dem Kind aus dem 14. Jahrhundert, die ursprünglich schwarz war. Diese Farbe verschwand jedoch im Zuge der Restauration im Jahr 1947.

 

Die Altäre des Hl. Johannes des Täufers, der Virgen del Rosario, von San Francisco de Javier und San Gregorio Ostiense sowie der Ánimas-Altar sind im barocken Stil gehalten, während das Retabel über María Heimsuchung ein spätgotisches Werk aus dem 15. Jh. ist. Hier sind Propheten, Szenen mit der Anbetung des Christuskindes durch die Heiligen Drei Könige und der Geburt Jesu zu sehen.

 

Sehenswert sind auch das manieristische Chorgestühl aus dem 16. Jh. und die schöne Orgel der Pfarrei (1760), die zu den prächtigsten ganz Navarras zählt. Sie ist in Gold- und Blautönen gehalten und besitzt drei Reihen Orgelpfeifen - von denen einige aus bemaltem Holz sind - sowie ein äußeres Trompetenregister. Neun geschnitzte Figuren von musizierenden Engeln schmücken das Gehäuse, und die Verkleidungen der Pfeifenöffnungen imitieren Grimassen schneidende Gesichter.

 

Zum Abschluss der Besichtigung sollten Sie unbedingt auch noch den wohlproportionierten, mit Pflanzen- und Tiermotiven dekorierten spätgotischen Kreuzgang (16. Jh.) besichtigen.

Kirche Santa María

Ort: OLITE (31390)

Adresse: Plaza Plaza Teobaldos, 1

Bereich: Die Zona Media

Stil: Gotisch

Jahrhunderte der Erbauung: XIII-XIV

Öffnungszeiten: los oficios tienen lugar de lunes a viernes, a las 19:00; domingos y festivos, a las 11:00 y a las 18:30.

Tel.: 948740136

 

Die Kirche Santa María von Olite ist eines der bedeutendsten gotischen Baudenkmäler Navarras. Sie besitzt großen künstlerischen Wert und kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Sie war an den Königspalast angegliedert, in dem König Carlos III., der Edle, bevorzugt Hof hielt, und wurde von den Königen Navarras für große Feste und feierliche Akte benutzt.

 

Die überladene Fassade, an der der Einfluss der Baumeister von Nôtre Dame von Paris abzulesen ist, zieht die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich. Sehen Sie sich die Geschichten an, die die Figuren des Portals erzählen. In der einschiffigen Kirche sollte man sich den Renaissance-Retabel und die gotischen Skulpturen der Hl.

 

Jungfrau Maria und des Cristo de la Buena Muerte ansehen. Von Mai bis November finden in der Kirche Santa María Konzerte im Rahmen des "Konzertreihe für Orgelmusik in Navarra" statt. Die Kirche Santa María befindet sich in der mittelalterlichen Stadt Olite, der Hauptstadt der gleichnamigen Merindad, in der Zona Media von Navarra. Mit ihrem Bau wurde im 12. Jh. begonnen, fertiggestellt wurde sie jedoch erst Anfang des 14. Jahrhunderts.

 

Die Fassade gehört zu den bedeutendsten gotischen Bildhauerarbeiten in Navarra. Trotz der überreichen Dekoration bewahrt sie ihre Ausgewogenheit und stilistische Finesse. Am Gebäude ist die Arbeit verschiedener Baumeister und der Einfluss der Pariser Werkstätten abzulesen. Das Baumodell wiederholt sich in Navarra in den Kirchen Santo Sepulcro in Estella und San Saturnino in Artajona, die große Ähnlichkeiten aufweisen.

 

Das große Hauptportal unter einer großen Rosette besteht aus acht Archivolten mit einer überbordenden Dekoration aus Pflanzenmotiven. Zwischen den Pflanzen sind zwei betende Figuren unter kleinen Baldachinen auszumachen. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um Juana I. von Navarra und ihren Gatten Philipp den Schönen, den König von Frankreich, die zu der Zeit, als das Portal gebaut wurde, über Navarra herrschten.

 

Auf dem Tympanon sind eine lächelnde, sitzende Jungfrau Maria mit dem Jesuskind und mehrere Szenen aus dem Leben von Jesus Christus abgebildet: Mariä Verkündigung, Christi Geburt, der Kindermord zu Bethlehem, die Flucht aus Ägypten, der Auftritt Jesu im Tempel und die Taufe Jesu. Auf der Oberschwelle ist eine Szene abgebildet, in der sich Wirklichkeit und Symbolisches vermischen: neben einem Mann auf einer Steineiche sieht man, unter anderem, ein hybrides Wesen, das auf der Sackpfeife spielt, oder ein groteskes vierbeiniges Fabelwesen. Der Bilderreichtum setzt sich auf beiden Seiten des Tores fort: Hier werden auf Reliefs Szenen aus dem Leben der Apostel - eingerahmt von Bögen - dargestellt.

 

Im Innenraum der einschiffigen Kirche sind weitere wertvolle Kunstschätze zu besichtigen, unter anderem ein herrlicher Hauptalter im Renaissancestil mit einer schönen gotischen Skulptur der Jungfrau mit dem Kinde aus 14. Jahrhundert im sogenannten französisch beeinflussten navarrischen Stil.

 

In der Kirche wird der Cristo de la Buena Muerte verehrt, eine gotische Skulptur aus dem 14. Jahrhundert, der anscheinend aus der abgerissenen Kirche San Lázaro stammt. Im Ort findet dieser Gekreuzigte - mit einer sehr dramatischen Darstellung - tiefe Verehrung. Er ist auch der Schutzheilige von Olite.

 

In der Kirche Santa María de Olite finden außerdem Konzerte im Rahmen der "Konzertreihe für Orgelmusik in Navarra" statt, die von der Regionalregierung von Navarra für den Zeitraum von Mai bis November organisiert wird.

 

Nach der Besichtigung der Kirche erwartet den Besucher der Königspalast von Olite, eine der bedeutendsten gotischen Burgen ganz Europas, und die verwinkelten Gassen des Städtchens, in denen man noch den Glanz des Mittelalters spüren kann.

Kloster Fitero

Ort: FITERO (31593)

Adresse: Plaza Plaza de la Iglesia, 12

Bereich: Die Ribera

Stil: Sonstige

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Preis: 3€

Tel.: 948776600

E-Mail: turismo@fitero.org

 

Möchten Sie gerne das erste Zisterzienserkloster der Iberischen Halbinsel kennen lernen? Möchten Sie einen Rundgang durch die 1185 bis 1247 erbauten und im 16. bis 17. Jh. umgebaute Anlage machen? Möchten Sie einen Ort kennen lernen, der über viele Jahrhunderte von Königen, Päpsten, Bischöfen und Adeligen frequentiert wurde? Sie finden ihn in Fitero, einem kleinen Dorf in der Ribera von Navarra, fast an der Grenze zur Rioja. Das Kloster Fitero ist ein Juwel der mittelalterlichen Architektur und wurde bereits 1931 zum Nationaldenkmal erklärt. Es wird Sie sicher überraschen.

 

Die Abteikirche ist eine der bedeutendsten Kirchen des Zisterzienserordens in Europa. Der Innenraum birgt eine wichtige Sammlung arabischer Schatullen, mittelalterlicher Truhen und einen herrlichen gotischen Reliquienschrein, der mit Emaille aus Limoges überzogen ist.

 

Darüber hinaus ist das Kloster ein guter Ausgangspunkt für angenehme und malerische Spaziergänge in die Umgebung oder für einen Besuch des Kurbades von Fitero in 3 km Entfernung vom Dorf. Der Ort Fitero mit seinem Kloster liegt im äußersten Südwesten von Navarra inmitten des Alhama-Tals, in 23 km Entfernung von Tudela. Ursprünglich stand das Kloster außerhalb der Ortschaft. Im 15. Jh. wurde hier jedoch zusätzlich Bevölkerung angesiedelt, um die Gegend besser verteidigen zu können.

 

Die neuen Häuser wurden rund um die Abtei angeordnet, und so ist das Kloster Fitero eines der wenigen Zisterzienserklöster, die mitten in einer Ortschaft stehen.

 

Das im Jahr 1931 zum Nationaldenkmal erklärte Kloster wurde bereits 1140 gegründet, der Bau der Nebengebäude begann jedoch erst 1185. Einige dieser Gebäude werden heute nicht mehr zu religiösen Zwecken genutzt: Das Gästehaus dient heute als Rathaus, die Zellen der Mönche wurden zu einem Altenheim umgebaut, und das ehemalige Refektorium ist heute das städtische Kulturzentrum mit Kino, Bibliothek und Museum in der ehemaligen Küche.

 

Bei einem Besuch des Klosters können Sie die mittelalterlichen Gebäude aus dem 12.-13. Jh. besichtigen, darunter die Abteikirche in Form eines lateinischen Kreuzes. Sie besteht aus drei Schiffen und besitzt einen Chor mit Chorumgang und fünf Kapellen.

 

Diese Konfiguration macht diese Zisterzienserkirche einmalig in Spanien. Überreste aus dem Mittelalter gibt es auch in der Bibliothek, die einige Mauerreste der damaligen Mauer enthält, und in dem 1247 errichteten Kapitelsaal. Eindrucksvoll ist der quadratische Renaissance-Kreuzgang. Das obere Stockwerk des Kreuzgangs im herrerianischen Stil stammt aus dem 16. Jahrhundert.

 

Weitere sehenswerte Gebäude sind der neue Schlafsaal aus dem 16. Jahrhundert, der im 16. Jh. erbaute und im 17. Jh. erweiterte manieristische Abtspalast, der neue Schlafsaal (16. Jh.) und die Bibliothek (1614).

 

Das Kloster besitzt auch einige wertvolle Goldschmiedearbeiten, darunter den Reliquienschrein mit dem Arm des Heiligen Raimundo, des Gründers dieses Klosters, die Monstranz mit der Reliquie des Heiligen Andrés (18. Jh.), Kelche aus dem 17. Jahrhundert, einen Kelch aus Silber und Schildplatt (XVI), einen Hostienschreinaus Silberfiligran (17. Jh.), eine emaillierte Pyxis aus dem Jahr 1200, drei kleine Schatullen aus Elfenbein und Holz aus dem 11., 12. und 13. Jahrhundert und den von Rolan Mois im 16. Jh. gemalten Hochaltar.

 

Von Fitero aus kann man schöne Spaziergänge oder Wanderungen in die Umgebung unternehmen, z.B. nach Cruza de Atalaya (7,7 km) - der Weg beginnt im oberen Teil des Dorfes, nahe dem Fußballplatz - oder den 8,2 km langen Rundweg von Roscas, der an der Kreuzung der Straßen nach Cascante und Valverde seinen Ausgang nimmt.

 

Der zuletzt erwähnte Weg führt zu den Ruinen der arabischen Burg von Tudején und zum "Kühlschrank" der Mönche, einem riesigen Steinbrunnen mitten in einem Olivenhain. Hier bewahrten die Mönche Schnee auf. Derselbe Weg führt auch zu einer Höhle, der Cueva Mora. Die vonBécquer erzählte Legende besagt, dass hier jede Nacht die Seele einer arabischen Prinzessin erscheint, die Wasser für ihren christlichen Geliebten sucht.

 

Man kann aber auch das Kurbad Fitero besuchen, dessen Thermalwasser Rheuma, Arthrose und Asthma heilt, oder den Grenzstein der drei Könige nahe der Straße von Madrid nach Irún besuchen. An dieser Stelle trafen sich einst die Könige von Navarra, Kastilien und Aragón. Auf diese Weise konnten sie nach Belieben dinieren und Streitgespräche führen, ohne ihr Land verlassen zu müssen.

Kloster Irache

Ort: AYEGUI (31240)

Adresse: Monasterio de Irache

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XI

Öffnungszeiten: de martes a viernes, de 9:00 a 13:30 y de 17:00 a 19:00; sábados, domingos y festivos, de 9:00 a 13:30 y de 16:00 a 19:00. Cerrado lunes todo el día y martes por la tarde.

Preis: Gratis

Tel.: 948554464

Fax: 948554464

 

Pilgerhospital, Universität, Lazarett, Klosterschule und in naher Zukunft Paradorhotel, das sind die Funktionen, die das Kloster Irache im Lauf seiner Geschichte erfüllt hat und die es zu einem der wichtigsten Baudenkmäler Navarras gemacht haben.

 

Sein Standort am Jakobsweg in der Nähe von Estella macht dieses Kloster zu einer obligatorischen Zwischenstation für Pilger und Freunde des Jakobsweges. Ihnen werden Sie bei der Besichtigung der Anlage begegnen. Das Kloster Irache wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jhs. von den Benediktinermönchen auf den Grundmauern eines früheren Klosters aus dem 8. Jh. errichtet.

 

Auf dem Rundgang werden Sie die romanische Kirche (12. Jh.), den plateresken Kreuzgang, den Turm im herrerianischen Stil und weitere Gebäude aus dem 16. bis 19. Jh. besichtigen und die Geschichte dieses seit 1985 verlassenen Klosters kennen lernen. Das Kloster Irache, eine große Anlage mit Gebäuden aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock steht am Fuß des Montejurra in Ayegui, in nur 2 km Entfernung von Estella inmitten von Weinbergen. Es war das erste Pilgerhospital in ganz Navarra - erst 100 Jahre später wurde das Hospital von Orreaga/Roncesvalles gebaut -, und es wurde auf Geheiß des Königs García el de Nájera im 11. Jh. erbaut.

 

Seine Glanzzeit erlebte das Kloster unter dem Mandat des Abtes San Veremundo (1056-1098), der sich mit Leib und Seele für die Armen einsetzte und ihnen Nahrungsmittel brachte, die er unter seiner Kutte versteckte. Als ihn seine Ordensbrüder daraufhin zur Rede stellten, hob er seine Kutte hoch, und statt Brot kamen Sägespäne zum Vorschein, die den Bettlern Wärme spenden sollten.

 

Das Kloster wurde Santa María la Real geweiht und war bis vor kurzem ständig bewohnt. Deshalb konnte es vor dem Verfall bewahrt werden. Erst 1985 zogen die wenigen verbliebenen Mönche fort und überließen das Kloster seinem Schicksal. Carmelo, der Hausmeister, der dieses Männerkloster seit 35 Jahren betreut, wird Ihnen die Geschichte dieser Anlage erzählen, in der von 1569 bis 1824 eine Universität untergebracht war.

 

Der Besuch des Klosters ist kostenlos. Besonders sehenswert ist die romanische Kirche, mit deren Bau im 12. Jh. begonnen wurde. Sie wurde auf den Grundmauern einer früheren Kirche errichtet. Sie hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit drei halbkreisförmigen Apsiden, die noch von der Vorgängerkirche stammen. Hier sollten Sie besonders die mittlere Apsis würdigen. Ihr mit Tieren verziertes Gesims ist noch vollständig erhalten. Die Kirche hat zwei romanische Portale, das San Pedro-Tor und den Haupteingang. Sie sind mit historischen Motiven verziert.

 

Interessant ist auch die Puerta Preciosa, die Tür, die den plateresken Kreuzgang mit der Kirche verbindet. Hier sind eine Figur des Erlösers und eine Marienfigur zu sehen. Ebenfalls sehenswert sind Klostersakristei (16. Jh.), der Kapitelsaal mit seinem Rippengewölbe und ein großzügig angelegtes Gebäude im herrerianischen Stil aus dem 17. Jh., in dem einst die Universität von Irache untergebracht war.

 

Das Kloster, zu dem auch ein neuer Kreuzgang gehört, besitzt über 7000 Kunstwerke und ethnografische Objekte sowie eine Kutschensammlung. Die Kutschen stehen in den Fluren des Klosters. Viele Jahrhunderte lang wurde hier auch die Skulptur Nuestra Señora de Irache aus dem 12. Jahrhundert, eine der schönsten romanischen Marienfiguren Navarras ausgestellt.

 

Es handelt sich um Holzfigur von einem Meter Höhe, die mit Ausnahme von Gesicht und Händen ganz mit Silber überzogen ist. Um diese Figur zu bewundern, müssen Sie jedoch die Kirche von Dicastillo aufsuchen, das ca. 10 km südlich von Ayegui liegt. Hier wird die Figur seit 100 Jahren aufbewahrt.

 

Neben dem Kloster steht ein Brunnen mit zwei Hähnen. Aus dem einen fließt Wasser, aus dem anderen Wein. Auf diese Weise wollte man den Durst der Pilger stillen und dafür sorgen, dass sie vergnügt des Weges zogen. Der Brunnen gehört der Weinkellerei Irache. Sie steht neben dem Kloster und kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Kloster Iranzu

Ort: ABÁRZUZA (31178)

Adresse: Monasterio de Santa María de Iranzu

Bereich: Die Zona Media

Web: www.monasterio-iranzu.com

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: de octubre hasta abril de 10:00 a 14:00 y de 16:00 a 18:00. De mayo a septiembre de 16:00 a 20:00.

Preis: 2,50 euros. Descuentos especiales para determinados colectivos y para grupos

Telefonnummern: 948520047 - 948520012

Fax: 948520048

E-Mail: monasterio@monasterio-iranzu.com

 

Das Kloster Santa María de Iranzu, eine großartige Zisterzienserabtei, die im 12. bis 14. Jh. erbaut wurde, steht versteckt in einer abgelegenen, bergigen Gegend im grünen Yerri-Tal.

 

Der schlichte und elegante gotische Kreuzgang gehört zum Schönsten, was dieses Kloster zu bieten hat. Von hier aus betritt man die verschiedenen Gebäude dieses 1942 renovierten Männerklosters. Die gesamte Anlage ist von einer friedvollen Ruhe durchdrungen, die zur Besinnung und zum Nachdenken einlädt.

 

Versäumen Sie nicht die Gelegenheit, sich in Ruhe mit den Theatinermönchen zu unterhalten, denn sie kennen dieses Kloster wie kein anderer. Oder setzen Sie sich einfach in Ruhe an den Brunnen des Kreuzgangs.

 

Im Anschluss an Ihren Klosterbesuch sollten Sie die Landschaft dieses fast unberührten Tales mit seinen Quellen mit kristallklarem Wasser genießen. Folgen Sie dem Weg, der am Fuß der Sierra de Andía am Iranzu flussaufwärts führt. Unweit von Estella, in drei Kilometer Entfernung von Abárzuza, steht das Kloster Iranzu in einem der grünen Täler der Berge von Yerri. Dieser Standort wurde bewusst gewählt: "Am Ende eines geschlossenen Tals, in der Nähe eines wasserreichen Flusses und als Horizont der Himmel, um Gott näher zu sein." Die Zisterziensermönche bewohnen dieses Kloster seit 1176. Während der Desamortización (Säkularisierung) von 1835 wurden sie von den Karlisten beschützt, aber im Jahr 1839 mussten sie das Kloster verlassen. Es ging in Staatsbesitz über.

 

Das Gebäude war bis zu seiner Rekonstruktion im Jahr 1942 unbewohnt. Ein Jahr danach wurde es von den Theatinermönchen bezogen, die noch heute in diesem ursprünglichen Benediktinerkloster leben.

 

Der Eingang führt direkt zum gotischen Kreuzgang, der im 12. bis 14. Jh. erbaut wurde. Die lange Bauzeit erklärt die verschiedenen Baustile, von den Rundbögen der Galerien im ältesten Teil bis zu den Spitzbögen mit dreifachem Kleeblattmuster und Ochsenaugen mit aufwändigem Maßwerk im reinsten gotischen Stil. Vom Kreuzgang mit seinem gotischen Lavatorium und einem originellen sechseckigen Brunnen hat man Zugang zu den meisten Nebengebäuden.

 

Hier beginnt auch die Führung, deren Stationen die mittelalterliche Küche mit ihrem riesigen Kamin, das im 17. Jh. umgebaute Refektorium, das Vorratshaus, das zur Zeit des Barocks restaurierte Haus des Abtes, die Strafzellen, in denen die Mönche und Konvertiten ihre Schuld bei Wasser und Brot sühnten, der Ende des 12. Jhs. erbaute und vollständig erhaltene Kapitelsaal und die Ende des 12. Jhs. errichtete Marienkirche sind. Zum Kloster gehört auch ein Informationszentrum, das man ebenfalls vom Kreuzgang her betritt. Dort kann man sich über das Kloster und seine Umgebung informieren und Fremdenverkehrsauskünfte über die Gegend das übrige Navarra erhalten.

 

Obwohl hier keinerlei Produkte hergestellt werden, verkauft das Kloster Produkte mit seiner Marke, darunter Likör, Schokolade, gebrannte Mandeln, Honig, Gebäck, Käse, Wein und Keramik, sowie Bücher über das Kloster und Broschüren über den Canyon des Iranzazu und diverse Rundfahrten.

 

Neben dem Kloster befindet sich ein großer Picknickbereich. Von hier aus kann man verschiedene kleinere Wanderungen unternehmen, zum Beispiel flussaufwärts durch den Canyon des Iranzu. Es ist ein Weg, der keinerlei Schwierigkeiten bereitet und eine schöne Aussicht auf die dichten Steineichenwälder und Vorsprünge der Kalkfelsen dieser Gegend bietet.

Kloster La Oliva

Ort: CARCASTILLO (31310)

Adresse: Carretera Ctra. Caparroso-Carcastillo km. 17,5

Bereich: Die Ribera

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: laborables, de 9:00 a 12:30 y de 16:00 a 18:00; domingos y festivos, de 9:00 a 11:00 y de 16:00 a 18:00. Misas: laborables a las 7:00, festivos 12:00. Visitas a la bodega: sólo para grupos con cita previa.

Preis: 2 euros. Descuentos especiales para determinados colectivos y para grupos.

Tel.: 948725006

Fax: 948715055

 

Hinter den soliden Steinmauern des Klosters La Oliva verbirgt sich die Geschichte und Kunst vieler Jahrhunderte. Es ist eine Oase der Ruhe und des Friedens. La Oliva ist eines der drei Klöster der Ribera.

 

Hier leben heute 26 Zisterziensermönche, die sie bei Ihrem Besuch in ihren weißen Kutten beim Spaziergang oder Gebet im Kreuzgang sehen können. Die große Kirche stellt eines der besten Beispiele der spanischen Zisterzienserbaukunst dar.

 

Der gotische Kreuzgang, der Kapitelsaal und die Christuskapelle werden Ihnen die künstlerische Bedeutung dieses im 12. bis 13. Jh. erbauten Klosters vor Augen führen. Hier herrscht eine Atmosphäre, die zur Besinnung und Meditation einlädt. Beim Besuch dieses Klosters haben Sie Gelegenheit, den Wert der Stille zu entdecken, aber auch, dem Klang der liturgischen Gesänge der Mönche in spanischer Sprache zu lauschen. Zwei Kilometer von Carcastillo entfernt, am Flussufer des Aragón und inmitten einer kargen Ebene erhebt sich der mittelalterliche Gebäudekomplex des Zisterzienserklosters La Oliva.

 

Um seinen Ursprung ranken sich viele Legenden, so heißt es zum Beispiel, ein navarrischer König sei im Kampf gegen die Araber verletzt worden und habe sich zum Sterben unter einen Ölbaum gelegt. An der Stelle, an der dieser wilde Olivenbaum stand, wurde der Legende zu Folge im Jahr 1149 von den Zisterziensern das Kloster La Oliva gegründet. Nach einer mehrere Jahrhunderte dauernden Blütezeit im Mittelalter wurde dieses Männerkloster im Zuge des Unabhängigkeitskrieges und der Desamortización (Säkularisierung) stark beschädigt und schließlich verlassen. Im 20. Jh. wurde es wieder aufgebaut und wird jetzt wieder von Mönchen bewohnt.

 

Wenn man sich dem Kloster von der Ebene her nähert, bietet sich dem Betrachter das Bild eines Komplexes von schlichter Schönheit. Der Eingang besitzt einen hohen Spitzbogen. Zu beiden Seiten sind noch Reste der ehemaligen Mauer aus dem 12. Jahrhundert zu sehen. Im oberen Teil befindet sich der Abtspalast. Im Inneren eröffnet sich ein großer Komplex.

 

Er besteht aus mehreren Gebäuden, die um den Kreuzgang und offene Innenhöfe herum angeordnet sind. In der Mitte steht die Kirche Santa María (12.-13. Jh.), mit romanischen und gotischen Stilelementen. Sie zählt zu den eindrucksvollsten Bauwerken der südfranzösisch-spanischen Schule. Der Eindruck des Innenraums mit seinem Dämmerlicht ist überwältigend. Von der Nordseite der Kirche her betritt man die mittelalterlichen Klostergebäude. Sie sind um den im 12. Jh. erbauten und im 14./15. Jh. rekonstruierten Kreuzgang herum angeordnet.

 

Dazu gehören der Kapitelsaal, ein sehenswertes Beispiel der frühgotischen Kunst, die ehemalige Sakristei, das Refektorium, die Küche und eine großartige Treppe aus dem 16. Jahrhundert. Außerhalb dieser an den Kreuzgang anschließenden Gebäude stehen das Vorratslager und die Christuskapelle, die sich wie eine Wallfahrtskapelle inmitten eines Obst- und Gemüsegarten erhebt.

 

Das Kloster ist jedoch nicht nur in kunstgeschichtlicher Hinsicht interessant, sondern bietet dem Besucher auch die Gelegenheit, in angemessener Bekleidung und unter Bewahrung des Schweigens den liturgischen Gesängen der Mönche in spanischer Sprache zuzuhören. Sie finden nach folgendem Zeitplan statt: 4.30 (Gebet), 7.00 (Abendmahl), 8.15 (Terz), 12.45 (Sexta), 15.10 (Non), 18.30 (Vesper) und 20.45 (Komplet und Salve).

 

Dem Kloster ist auch ein Gästehaus angeschlossen, das Besuchern offen steht. Außerdem verfügt es über Weinberge und eine Kellerei. Unter der Marke Monasterio de La Oliva vertreibt es Rotweine (Reservas, Crianzas und junge Weine) sowie Roséweine, Liköre und Messweine. Mit Ausnahme des Likörs gehören alle Weine der D.O. Navarra an. Man kann sie im Kloster kaufen.

 

Wenn Sie die Natur lieben, sollten Sie die Lagune von Pitillas oder den Ferialsee, einen von Pinien umgebenen See, besuchen. An beiden Seen gibt es eine Vogelwarte. Als Alternative bietet sich ein Besuch des Naturparks Las Bardenas Reales oder ein Besuch in Ujué an (es liegt wenige Kilometer nördlich des Klosters). Dort kann man die typischen ?Migas de pastor" kosten.

Kloster Leyre

Ort: YESA (31410)

Adresse: Monasterio de San Salvador de Leyre

Bereich: Die Zona Media

Web: www.monasteriodeleyre.com

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: IX

Öffnungszeiten: de lunes a viernes de 10:15 a 14:00 y de 15:30 a 18:00. Sábados, domingos y festivos, de 10:15 a 14:00 y de 16:00 a 18:30.

Preis: 2,10 euros. Descuentos especiales para diversos colectivos y grupos.

Telefonnummern: 948884150 - 948884011

Fax: 948884230

E-Mail: info@monasteriodeleyre.com

 

Das Kloster Leyre steht am Rande des gleichnamigen Gebirges in ca. 50 km Entfernung von Pamplona und 16 km von Sangüesa. Zu seinen wertvollsten Kunstschätzen gehören die aus dem 11. Jh. stammende Krypta, das gotische Gewölbe und die ?Porta Speciosa", ein stilreines romanisches Portal aus dem 12. Jahrhundert.

 

Die ruhige und friedvolle Atmosphäre lädt zum Abschalten, zum Nachdenken und zur Besinnung ein, und seine schlichte Architektur, deren Mauern Zeugen bedeutender Geschichtsereignisse sind, die Kultur, die Kunst und das Denken, eine überraschende Natur, die zum Spazierengehen und zur Meditation einlädt, überwältigende gregorianische Gesänge und die Gespräche mit den Benediktinermönchen werden Ihnen sicher nach dem Besuch des Klosters San Salvador de Leyre in Erinnerung bleiben..

 

Es ist eines der schönsten und attraktivsten Bauwerke Navarras und die letzte Ruhestätte der Könige von Navarra. Jedes Jahr im Sommer wird hier vom spanischen Prinzen Felipe de Borbón der Príncipe de Viana-Preis verliehen. Die schöne Umgebung des Klosters Leyre erklärt, warum dieser Ort im Lauf der Geschichte so oft als Erholungsort für Könige und Bischöfe diente, warum es das Wahrzeichen Navarras ist und warum hier viele offizielle Veranstaltungen stattfinden. Das Kloster wurde am Fuß des gleichnamigen Gebirges an einem abgelegenen Ort errichtet. Von dieser Stelle hat man einen ungehinderten Blick auf die nahe gelegenen Berge und auf entfernter gelegene Bergketten, und auf eine Natur, deren Reiz durch die Grün- und Blautöne des nahen Yesa-Stausees noch erhöht wird.

 

Das Kloster wurde im frühen Mittelalter erbaut, wurde jedoch im 10. Jh. von den Arabern in Brand gesetzt. König Sancho García ließ es 1020 wieder aufbauen. Die massiven Mauern sind stumme Zeugen tausender Legenden, darunter der Geschichte der beiden christlichen Schwestern, die geköpft wurden, weil sie sich weigerten, den moslemischen Glauben anzunehmen. Ihre Leichname werden in einer Elfenbeintruhe im Museum von Navarra aufbewahrt. Oder die Legende des Heiligen Virila, des Abtes, der durch den Gesang eines Vogels in eine Extase verfiel, die 300 Jahre andauerte. Am Ort des Geschehens entspringt die Quelle des Heiligen Virila.

 

Leyre konnte sich der Desamortización, der Säkularisierung unter Mendizábal, nicht entziehen und war von 1836 bis 1954 unbewohnt. Danach ließen sich die Benediktinermönche des Klosters Santo Domingo de Silos hier nieder. Mit ihnen können Sie sich bei der Besichtigung des Klosters unterhalten. Bei der Führung werden Sie eine beeindruckende Krypta aus dem 11. Jh. entdecken. Sie gehört zum ältesten, noch erhaltenen Teil des Klosters. Die bedrückende Enge der Krypta mit ihren großen Steinmassen, niedrigen Säulenschäften und robusten Kapitellen lassen den Besucher erschaudern. Sie ist ein hervorragendes Beispiel für die schmucklose Strenge der Frühromanik.

 

Diese Schmucklosigkeit steht im Kontrast zur Verzierung der Fassaden der Abteikirche. Insbesondere die Puerta Speciosa ist ein weiterer Kunstschatz des Klosters. Sie stammt aus dem 12. Jh. und ist mit Motiven des Jakobswegs verziert. Suchen Sie den Teufel, der eine arme Seele einfängt, oder den Engel, der das Jüngste Gericht verkündet, und Sie werden sehen, dass dieses Kloster einer in Stein gehauenen Bibel gleicht. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Südfassade aus dem 12. Jahrhundert, die Fassade der Abteikirche (11. Jh.), der unterirdische Gang der Krypta und die Capilla del Santísimo (1501-1536). In dieser Kapelle stehen ein Altarbild und Skulpturen von Juan de Berroeta (17. Jh.).

 

Im Innenraum der im romanischen Stil begonnenen Kirche sollten Sie sich das große Mittelschiff (11. Jh.) und sein gotisches Gewölbe ansehen. Diese Kirche ist eines der schönsten gotischen Bauwerke Navarras. Hinter einem spätgotischen Gitter befindet sich der Pantheon der ersten Könige Navarras und daneben der "Cristo de Leyre", eine riesige Christusfigur aus dem 16. Jahrhundert.

 

In Leyre verwandeln sich das Lob Gottes und der Dialog mit Gott in gregorianische Gesänge. Nutzen Sie die Gelegenheit, den Gesängen der Mönche bei den Lauden um 7.30 Uhr (an Sonn- und Feiertagen um 8.00 Uhr), bei der Klostermesse um 9.00 Uhr (an Sonn- und Feiertagen um 12.00 Uhr), bei der Vesperandacht um 19.00 Uhr und bei der Komplet um 21.00 Uhr zuzuhören.

 

Wenn Sie die Ruhe des Klosters genießen möchten, können Sie sich in einem der 33 Zimmer des Gästehauses einquartieren. Darüber hinaus stehen im Kloster selbst 10 Einzelzimmer zur Verfügung. Diese Unterkunft ist Männern vorbehalten. Sie nehmen die Mahlzeiten zusammen mit den Mönchen im Refektorium ein.

 

Vielleicht haben Sie schon einmal vom Likör von Leyre gehört. Diesen verdauungsfördernden Likör stellen die Mönche aus 35 verschiedenen Pflanzen her, die sie in der Umgebung der Abtei sammeln. Dieses originelle Souvenir können Sie im Laden des Klosters kaufen. Dort gibt es auch CDs mit gregorianischen Gesängen, gebrannte Mandeln, Trüffel, Käse, Leberwurst und Honig.

 

Wenn Sie das Kloster verlassen, können Sie in der Umgebung spazieren gehen und die Natur genießen. Hierfür stehen zwei Wege zur Auswahl, die am Kloster beginnen. Der erste ist 250 m lang und führt zu einer Quelle (Fuente de las Vírgenes) mit einem Picknickplatz. Der zweite dauert ca. 30 Minuten und führt zur San Virila-Quelle. Bergsteiger können sich den Aufstieg auf den Monte Escalar (1302 m) vornehmen. Von dort genießt man einen herrlichen Rundblick auf den Yesa-Stausee und die Pyrenäen. Freunde des Paragliding können ihren Lieblingssport auf dem Arangoiti-Gipfel ausüben. In der Umgebung kann man die Javier-Burg und Sangüesa besuchen.

Kloster Tulebras

Ort: TULEBRAS (31522)

Adresse: Calle San Bernardo s/n

Bereich: Die Ribera

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: Fines de semana de 16:00 a 18:00.

Preis: La voluntad

Telefonnummern: 948851475 - 676186734

Fax: 948850012

 

Inmitten bewässerter Felder und nahe dem kleinen Dorf Tulebras am Ufer des Queilo in der Ribera von Navarra steht das Kloster Santa María de la Caridad, das erste Frauenkloster der Zisterzienser in Spanien.

 

Seit der Gründung im 12. Jh. haben die Nonnen das Kloster ohne Unterbrechung bewohnt und vor einigen Jahren auch restauriert. Das Streben nach Reinheit, die Beschränkung auf das Notwendigste und der Verzicht auf alles Überflüssige gehorcht der Regel des Zisterzienserordens und ist bei diesem Kloster perfekt gelungen.

 

Die Kirche, der Kreuzgang, der Palast der Äbtissin, das Museum und die Ruinen des ehemaligen romanischen Turms sind Teile dieses Baudenkmals, die noch erhalten sind. Ein Gang durch das Kloster unter Bewahrung des Schweigens ist eine angenehme Erfahrung für alle, die Besinnung suchen.

 

Dabei haben Sie Gelegenheit, eine interessante Sammlung sakraler Kunst zu bewundern. Das erste spanische Frauenkloster erhielt den Namen Santa María de la Caridad. Es wurde ursprünglich im Jahr 1149 in Tudela unter dem Namen Santa María de las Dueñas gegründet und 1157 in das 100-Seelen-Dorf Tulebras, drei Kilometer von Cascante, verlegt. Es erlebt im 12. Jh. eine Blütezeit. Im 14. Jh. begann der Niedergang, der im 15. Jh. mit der Zerstörung des Dorfes und des Klosters durch die Kastilier endete.

 

Im Rahmen einer Führung können Sie die Kirche, den Kreuzgang und den Palast der Äbtissin besichtigen. Die Zisterzienserkirche aus dem 12. Jh. ist ein einschiffiger Bau mit halbkreisförmiger Apsis und Sterngewölben, die im 16. Jh. an Stelle der früheren Gewölbe gebaut wurden. Beachten Sie den großen Altar aus dem 13. Jh. und die gotische Figur der Virgen de la Caridad (14. Jh.). Außen ist das kleine romanische Portal auf der Evangelienseite sehenswert.

 

Gehen Sie in Ruhe und schweigend durch den im 16. Jh. erbauten Kreuzgang mit seinen Kreuzrippengewölben. Auf der Ziegelsteinfassade des barocken Palast des Abtes aus dem 18. Jh. prangt über dem Haupteingang ein schönes Alabasterwappen.

 

Im Museum neben der Kirche ist eine interessante Sammlung sakraler Kunst aus dem 16., 17. und 18. Jh. zu sehen. Zu den Juwelen dieser Sammlung gehören wertvolle Holzfiguren, Gemälde, Altarbilder, Möbelstücke und Goldschmiedearbeiten, ein Gemälde der Dreifaltigkeit von Jerónimo Cósida sowie ein Retabel, das den Schlaf der Heiligen Muttergottes darstellt. Es handelt sich hier um eine originelle und kuriose Art der Darstellung dieses biblischen Motivs.

 

Die Nonnen, die die Führung durch das Kloster leiten, stellen exquisites Gebäck her, das sie im Kloster selbst verkaufen. Auch Honig und Naturkosmetik gehören zum Sortiment der barmherzigen Schwestern.

Kornspeicher im Aezkoa-Tal

Ort: Orbaitzeta

Adresse: Valle de Aézkoa

Bereich: Die Pyrenäen

 

Im Aezkoa-Tal, einem der schönsten Pyrenäentäler, befinden sich 15 von insgesamt 22 in Navarra existierenden Kornspeichern, die zu Kulturgütern erklärt wurden. Die meisten Speicher stehen in Aria, Orbaitzeta und Hiriberri-Villanueva de Aézkoa. Sie wurden vor mehreren hundert Jahren erfunden, um das Getreide vor Feuchtigkeit und Nagetieren zu schützen. Im Aezkoa-Tal, das bei Landtourismus-Freunden sehr beliebt ist, liegen ruhige, kleine Dörfer zwischen grünen Bergen mit Wiesen und Buchen- und Eichenwäldern versteckt.

 

In diesem Gebiet im Ostteil der Pyrenäen befinden sich 15 der insgesamt 22 als schützenswerte Kulturgüter erfassten Kornspeicher Navarras. Da das Getreide in der Regel knapp war, ersannen die Bauern dieser feuchten Region bereits im Mittelalter diese auf Säulen stehenden Speicher (auf Spanisch ?hórreos"), um das Korn außer Reichweite der Nagetiere zu lagern.

 

Wenn Sie schon andere Kornspeicher in Nordspanien gesehen haben, werden Sie einige Unterschiede zu den navarrischen Speichern feststellen.

 

Die Kornspeicher von Aezkoa sind typisch für die Pyrenäen. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie einen quadratischen Grundriss, Mauern aus unbehauenen Steinen, ein Satteldach und fast keinen Dachvorsprung haben. Sie stehen auf Steinpfeilern, die pyramidenförmig oder baumstammförmig sind und nach oben von runden Steinplatten abgeschlossen sind. Diese verhindern, dass sich Nagetiere Zugang zum Speicher verschaffen können. Bei einigen Kornspeichern sind die Zwischenräume zwischen den Pfeilern zugemauert.

 

Machen Sie einen Spaziergang durch die verschiedenen Dörfer des Tales und entdecken Sie dabei die Kornspeicher zwischen den Natursteinhäusern. In Garaioa, Hiriberri-Villanueva de Aezkoa, Aribe, Aria, Orbara, Orbaitzeta und Garralda sind noch einige dieser Bauwerke erhalten. Sie sind unter den Namen der jeweiligen Wohnhäuser bekannt.

 

Der Kornspeicher des Hauses Domench (Orbaitzeta) ist der größte der Gegend, der von Larrañeta (Orbaitzeta) besitzt noch seine ursprüngliche Holzstruktur und die Originalpfeiler, einige andere wie z.B. die von Apat (Aribe) und Reka (Hiriberri-Villanueva de Aezkoa) weisen Inschriften auf der Fassade auf, und manche werden sogar heute noch als Kornspeicher benutzt (wie der Speicher von Casa Jamar in Aribe).

 

Denken Sie auch daran, dass Sie im Norden dieses Pyrenäentals den Wald von Irati besuchen können, den zweitgrößten Eichenwald Europas nach dem Schwarzwald. Ein Meer aus Bäumen, durchzogen von Wegen, kleidet sich im Frühjahr und Sommer in verschiedene Grüntöne und im Herbst in viele verschiedene Braunabstufungen.

 

Dem Röhren der Hirsche lauschen, die Landschaft genießen, Pilze oder Walderdbeeren sammeln sind einige der Angebote, die die Natur für Wanderer bereit hält, die in diesen Wald kommen. Ganz in der Nähe befindet sich auch die Stiftskirche von Orreaga/Roncesvalles.

Römersiedlung in Arellano

Ort: ARELLANO (31263)

Adresse: Carretera Allo - Arróniz Km. 20

Bereich: Die Zona Media

Stil: Römisch

Jahrhunderte der Erbauung: I - V d.C

Öffnungszeiten: **Invierno 2008/2009: viernes y sábados, de 11:00 a 13:30 y de 15:00 a 18:00. Domingos y festivos además de días 24 y 31 de diciembre, de 10:00 a 14:00.

Preis: 1€.

Tel.: 616882912

 

Diese Fundstätte römischen Ursprung, liegt etwa 6,5 km südlich der Ortschaft Arellano und nur wenige Kilometer von Estella entfernt. Ihr ursprünglicher Name ?Aurelianum" hat der Gemeinde zu ihrem Namen verholfen.

 

Der Ort ist auch als ?Musen-Städtchen" bekannt, da hier das einzigartige römische Mosaik ?Die Musen" entdeckt wurde. Heute befindet sich dieses Kunstwerk im Staatlichen Archäologiemuseum, doch an der Originalfundstätte kann eine getreue Nachbildung bewundert werden. Der Werksname geht auf die Darstellung der neun Gottheiten und ihrer Meister zurück.

 

Die archäologischen Fundstücke deuten darauf hin, dass die Stadt zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert n. Chr. errichtet wurde. Bei den Ausgrabungen konnte man Räumlichkeiten aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. freilegen, die zur Weinherstellung genutzt wurden. Spätere Bauten machten die Anlage zu einem luxuriösen Landgut, das auch als Kultstätte zur Verehrung der Göttin Kybele sowie ihres Sohnes und Geliebten Attis diente. Zu den interessanten Funden zählt die Keramikfigur eines Weinprüfers, die das Wahrzeichen des Museums ist.

 

Der Besuch der Anlage beginnt in einem modernen Gebäude über den Bauten einer 2.411 m2 großen Fläche, die den Siedlungskern bildeten. Am Eingang befinden sich zahlreiche Schautafeln mit allgemeinen Informationen, die mit strategisch platzierten Tafeln entlang der Strecke abgerundet werden.

 

Ein Metallsteg erleichtert den Zugang zu den einzelnen Räumlichkeiten und gibt den Blick auf zwei verschiedenfarbige Steinarten frei, welche die unterschiedlichen Bauepochen verdeutlichen. Die Strukturen aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. sind grau, die aus dem 4. und 5. Jahrhundert n. Chr. stammenden Bauten sind rosafarben.

 

Die bemerkenswertesten Mauerwerke aus der ersten Epoche sind das Fumarium, eine Kammer, in welcher der Wein durch Hitze und Rauch künstlich gealtert wurde, sowie die Cella Vinaria oder auch Weinkeller, dessen gesamten Bestandteile erhalten geblieben sind. So werden unter anderem 15 Dolia ausgestellt, das heißt amphorenähnliche Weinbehälter mit einem durchschnittlichen Fassungsvermögen von 700 l. Ebenfalls interessant ist der steinerne Altar, der eine Verbindung der Weinbauarbeiten mit religiösen Zeremonien verdeutlicht.

 

Eine weitere Überraschung der alten Römersiedlung ist die 3 m tiefe Zisterne, die vor allem mit Regenwasser gespeist wurde. Ihr Fund gilt als außergewöhnlich, da solche Zisternen eher im Mittelmeerraum üblich waren.

 

Der zweiten Siedlungsepoche entstammen die mit Mosaiken ausgelegten Räume. Neben dem bereits erwähnten Musen-Motiv sind noch zwei weitere Mosaike in einem Schlafraum und im Oecus bzw. Speiseraum mit einer Größe von 90 m2 vorhanden. Beide Mosaike dienen zur Verehrung von Kybele und Attis.

 

Im Außenbereich des Gebäudes kann man zwei ebenfalls aus dieser zweiten Bauepoche stammende Räumlichkeiten besichtigen, nämlich den Stall und das für Stieropfer genutzte Taurobolium. Dabei handelt es sich um ein Gebäude mit Säulengang und einem rechteckigen Grundriss, in dessen Zentrum Altarsteine mit eingravierten Stierköpfen gefunden wurden.

San Pedro-Kirche

Ort: OLITE (31390)

Adresse: Calle El Fosal, 2

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: los oficios tienen lugar de lunes a sábado, a las 10:00; domingos y festivos, a las 10:00 y a las 12:30.

Tel.: 948740056

 

Ein schlanker gotischer Turm, gekrönt von einem anmutigen Pfeil, weist in Olite den Weg zur Kirche San Pedro Apóstol, die sich neben dem Königspalast erhebt.

 

Der Turm ist auch unter dem Namen "Torre Aguja" (Nadelturm) bekannt. In der schönen Kirche, mit deren Bau im 12. Jh. begonnen wurde, verschmelzen die Baustile Romanik, Gotik und Barock harmonisch miteinander.

 

San Pedro ist die älteste Kirche der Stadt und besitzt zahlreiche Kunstschätze. Hierzu gehören der romanische Kreuzgang aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, eine gotische Skulptur des Apostels Jakobus, ein sehenswerter Hauptaltar, ein gotisches Grabmal, ein Relief aus polychromiertem Alabaster mit einer Darstellung der Dreifaltigkeit. Die Kirche San Pedro steht am Plaza el Fosal in Olite, einem Ort im Herzen Navarras, der eines der bedeutendsten Gebäudeensemble der Autonomen Region besitzt. Das Bauwerk wurde in der Romanik begonnen und im Barock ausgebaut. Es ist die älteste Kirche der Stadt. Bemerkenswert sind an diesem Bauwerk vor allem das Portal, der Kreuzgang und der schlanke gotische Turm.

 

Das romanische Portal ist elegant und nüchtern. Es besitzt einen Rundbogen und sechs glatte Gewände, die gegeneinander von mit Schachbrettmustern und Pflanzenmotiven reich verzierten Bändern abgesetzt sind. Besonders ins Auge fallen die Darstellung des Kampfes zwischen dem Hl. Georg und dem Drachen und eines Zentauren gegen eine Harpyie. Das Tympanon und die Oberschwelle wurden später im gotischen Stil hinzugefügt. Auf dem Tympanon sind die Heiligen Petrus, Andreas und Jakobus der Ältere dargestellt, und auf der Oberschwelle sind Szenen aus dem Leben des Hl. Petrus zu sehen. Vervollständigt wird die Fassade durch ein Fries mit Blattwerk und Szenen aus der Mythologie und eine schöne Rosette.

 

Besonders ins Auge fällt der originelle, 52 m hohe gotische Turm mit einem achteckigen Turmhelm aus dem 14. Jahrhundert. Er ist mit seiner originellen Architektur und seinen gebogenen Helmkanten ein bemerkenswertes Exemplar seiner Art. Der Glockenturm war außen ursprünglich mit gotischen Malereien aus dem 13. Jh. verziert. Sie werden gegenwärtig im Navarra-Museum in Pamplona aufbewahrt, wohin sie aus Gründen der Sicherheit und Konservierung verbracht wurden.

 

Auf der Nordseite schließt sich an das Gebäude ein freistehender Kreuzgang aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit quadratischem Grundriss an. Er besitzt Rundbögen, die auf Doppelsäulen ruhen. Auf den Kapitellen kann man klar verschiedene Pflanzenmuster, Gesichter von Menschen und Szenen aus der Schöpfungsgeschichte erkennen, in denen Adam und Eva die Hauptrolle spielen.

 

Die Kirche weist einen rechteckigen Grundriss auf. Über dem Mittelschiff und den beiden Seitenschiffen spannen sich Kreuzrippengewölbe, und die Vierung wird nach oben von einer Kuppel in Form einer Orangenhälfte abgeschlossen, die auf Pedentifs ruht. Die großartigen, kreuzförmigen gotischen Säulen tragen dazu bei, den monumentalen Charakter der Kirche zu verstärken.

 

Auf dem barocken Hauptaltar ist der Hl. Petrus dargsetellt. Hier sind auch Ölgemälde von Vicente Berdusán zu sehen, die die Schutzheiligen Navarras, San Fermín und San Francisco Javier, darstellen. Die Kapelle der Virgen del Campanal ist eine frühgotische Konstruktion, die früher mit Wandmalereien vom Ende des 13. Jahrhunderts verziert war. Diese Malereien sind heute im Navarra-Museum ausgestellt. Sie gelten als die bedeutendsten Wandmalereien der Stilepoche in ganz Navarra.

 

In der Kirche befindet sich auch die Grabstätte des Notars von Olite, Enequo Pinel, der sein Grabmal 1432 anfertigen ließ. Die Besonderheit an diesem Werk ist die Darstellung der Dreifaltigkeit mit drei Personen. Es wurde von Jean Lome de Tournay, dem Lieblings-Bildhauer Carlos III., des Edlen angefertigt. Er war im 15. Jh. der wichtigste Bildhauer Navarras. Zu seinen wichtigsten Werken gehört auch das Grabmal von Carlos III. und seiner Gattin Leonor, das in der Kathedrale von Pamplona zu besichtigen ist.

Santa María la Real

Ort: SANGÜESA (31400)

Adresse: Calle Mayor, 1

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: de martes a sábado, de 10:30 a 13:30

Preis: 1,80 €/persona visita individual. 1,5 €/persona visita en grupo.

Tel.: 948870132

 

Die Kirche Santa María la Real in Sangüesa wurde bereits 1889 unter Denkmalschutz gestellt. Sie besitzt ein herrliches Hauptportal, wahrhaft ein in Stein gehauener Retabel, der als eine der bedeutendsten Arbeiten im romanischen Stil in ganz Spanien gilt.

 

Die Figuren stellen das Jüngste Gericht dar. Die Kirche, ein schlankes, hoch aufragendes, mittelgroßes Bauwerk, wurde in der Zeit zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert errichtet.

 

Der Stil entspricht demnach auch dem Übergang von der Romanik zur Gotik. Die Kirche besitzt drei Schiffe und eine Vierung sowie einen achteckigen Kirchturm. Besonders sehenswert im Innenraum sind der Hauptaltar im plateresken Stil und eine sehr schön verzierte gotische Prozessionsmonstranz. Nachdem der Besucher den Aragón auf einer Stahlbrücke überquert hat, heißt ihn Santa María la Real in Sangüesa willkommen, inmitten der westlichen Zona Media, ganz in der Nähe der Grenze zu Aragón.

 

Im 12. Jh. wurde auf Anordnung des damaligen Königs von Navarra und Aragón, Alfonso I., des Kämpfers, an einem Ende der Rúa Mayor, der Hauptstraße, mit dem Bau der Kirche begonnen. Dieses mittelgroß proportionierte Bauwerk, ein schönes Beispiel für den romanischen Baustil, diente im Verlauf seiner Jahrhunderte langen Geschichte nicht nur liturgischen Zwecken, sondern diente auch als Verteidigungsbauwerk, vor allem während der Bürgerkriege im 19. Jahrhundert.

 

Die Kirche wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts restauriert. Der romanische Altarraum besitzt drei Apsiden aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, während die Kirchenschiffe, das Südportal und der gotische, achteckige Turm zu Ende dieses und während der darauf folgenden Jahrhunderte errichtet wurde.

 

Das ganze Bauwerk ist von großer Schönheit. Den größten künstlerischen Wert jedoch besitzt das Portal. Bei eingehender Betrachtung der beiden Stockwerke ist das Wirken zweier Baumeister erkennbar, und zwar von Leodegarius, ein französischer Baumeister zu Ende des 12. Jahrhunderts, der den unteren Teil schuf, und vom Maestro San Juan de la Peña, der zu Ende des 13. Jhs. den oberen Teil errichtete.

Leodegarius, der Modernere von Beiden, kreierte die 6 als Statuen ausgeformten Säulen, die das Portal flankieren, wobei er sich von der Kathedrale von Chartres inspirieren ließ. Links sind die drei Marien - Maria Magdalena, die Jungfrau Maria (mit der Gravur des Autors ?Leodegarius me fecit" auf dem Buch, das sie in ihren Händen hält) und Maria, die Mutter von Jakob und Johannes - dargestellt. Auf der rechten Seite sind die Apostel Petrus, Paulus und der gehängte Judas zu sehen. Die Kapitelle sind mit verschiedenen Passagen aus der Bibel verziert.

 

Der zweite, altmodischere Baumeister schuf über diesem Torbogen die Doppelarkaden mit den 12 Aposteln, zwischen denen der Weltenherrscher thront. Die dargestellten Figuren sind steif und ernst, die Falten ihrer Gewänder einfache Einschnitte, die Gesichter sind eckig, und sie besitzen große Augen.

 

In der Mitte des Tympanon, an hervorgehobener Stelle, sitzt Christus mit der Jungfrau Maria über die Menschheit zu Gericht. Den Aposteln fällt die Rolle der Fürsprecher zu, und der Heilige Michael wiegt die Seelen ab. Die Archivolten, die den Tympanon einrahmen, stellen die Stände der mittelalterlichen Gesellschaft dar. Zu beiden Seiten der Archivolten sind monströse Tiergestalten und Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament, Allegorien der Sünden und verschiedene Handwerkszünfte dargestellt. Im rechten Bogenzwickel fallen vor allem die Reliefs ins Auge, die die ursprüngliche nordische Heldensage von Sigurd erzählen: Der Sohn des Königs Sigismund tötete den Drachen Fafner, badete sich in dessen Blut und wurde dadurch nicht nur unverwundbar, sondern verstand auch die Sprache der Vögel.

 

Im Innenraum eröffnet sich dem Besucher eine dreischiffige und dreizügige Kirche, die bedeutende Kunstschätze birgt wie etwa den plateresken Hauptaltar aus dem 16. Jahrhundert, die San-Miguel-Kapelle aus dem 14. und die Piedad-Kapelle aus dem 16. Jahrhundert - mit einer Figurengruppe, die die Kreuzabnahme darstellt - und Gemälde aus dem 18. Jahrhundert. Die Silbermonstranz stammt aus dem 15. Jh. und ist eine der ältesten noch erhaltenen Spaniens.

 

Sie sollten sich auch das Bleiglasfenster, das der Hl. Jungfrau gewidmet ist, das Barock-Kruzifix, die gotische Statue des Hl. Blas, den neuromanischen Retabel mit San Francisco Javier und die Nische ansehen, in der hinter einem romanischen Gitter das Bildnis der Unbefleckten Empfängnis steht.

 

Und ganz in der Nähe...

 

Wenn Sie schon einmal hier sind, um Santa María zu besichtigen, sollten Sie auch einen Rundgang durch die Altstadt von Sangüesa machen und sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, in der Umgebung so symbolträchtige Baudenkmäler wie die Javier-Burg oder das Leyre-Kloster zu besuchen. Wenn Sie eine ganz besondere Erfahrung machen möchten, sollten Sie den dortigen Benediktinern bei ihren gregorianischen Gesängen zuhören. Und zum Abschluss schlagen wir einen Spaziergang in der Lumbier-Schlucht vor, auf der Strecke der ehemaligen Irati-Bahn, des ersten elektrischen Zuges in Spanien.

Santo-Sepulcro-Kirche

Ort: TORRES DEL RIO (31229)

Bereich: Die Zona Media

Stil: Romanisch

Jahrhunderte der Erbauung: XII

Öffnungszeiten: de 9:00 a 13:00 y de 16:30 a 19:00.

Preis: 1€

 

Kurz vor der Grenze bietet der Jakobsweg dem Besucher noch diese schöne romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die Grabkapelle und Wegweiser für die Pilger war. Einige Historiker sind der Ansicht, dass die Kirche Santo Sepulcro in Torres del Río vom Templerorden gebaut wurde. Diese Hypothese konnte nicht bestätigt werden, verleiht diesem Bauwerk, das der Basilika des Heiligen Grabes in Jerusalem - jedoch unter Anpassung maurischer Bauweise an christliche Architektur - nachempfunden ist, noch etwas Geheimnisvolles.

 

Diese Kirche mit achteckigem Grundriss ist ein seltenes Beispiel mittelalterlicher Kunst. Ganz anders als in der schweren, horizontal angelegten Romanik, strebt hier alles zum Himmel. Das beeindruckende Kreuzrippengewölbe, das den Innenraum überspannt, erinnert an spanisch-maurische Kunst. Die Santo-Sepulcro-Kirche erhebt sich im Ortskern von Torres del Río, einem kleinen Ort am Jakobsweg in der Zona Media von Navarra, zwischen einer Anhöhe und einem tiefen Becken. La Rioja ist hier nicht mehr weit. Der Besucher steht hier vor einem wahren Meisterwerk der Romanik. Die Kirche wurde um 1170 als Nachahmung der Grabkirche von Jerusalem errichtet, wobei deren runder Grundriss hier durch eine achteckige Form ersetzt wurde.

 

Sie gehörte schon von Anfang an zum Jakobsweg und diente, genauso wie Santa María de Eunate, als Leuchtturm für die Pilger; ein Licht in der Laterne, die das Gebäude oben abschließt, wies ihnen den Weg. Außerdem wurden Pilger, die in der Nähe der Kirche starben, in der Erde um das Gebäude herum bestattet.

 

Auf einem achteckigen Grundriss erhebt sich ein vollkommen ausgewogenes, nüchternes und zugleich harmonisches Gebäude, das vertikal klar in drei Abschnitte unterteilt ist. Der erste besitzt keinerlei Fensteröffnungen, der zweite wird von zwei kleinen Fenstern durchbrochen. Darüber fällt durch eine Reihe von Fenstern mit Rundbögen Licht in den Innenraum und beleuchtet die herrliche Kuppel. Die Apsis und der zylinderförmige Turm liegen einander gegenüber, und auf das achtflächige Dach ist eine ebenfalls achteckige Laterne aufgesetzt, die noch einmal die Bauart des Kirchenkörpers im Kleinen nachbildet.

 

Man betritt das Gebäude durch das Portal auf der Südseite, auf dessen Tympanon das Kreuz des Patriarchen abgebildet ist, die Insignie des Heiligen Ordens der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

 

Im Innenraum richtet sich der Blick auf die großartige Kuppel mit Kreuzrippengewölbe im Kalifenstil mit der Form eines achtzackigen Sterns, auf die durch die Fensteröffnungen gedämpftes Licht fällt. Die Kreuzrippen besitzen eine Form, die an die Gewölbe bestimmter Moscheen erinnert. Dies gibt zu Spekulationen Anlass, dass die Kirche möglicherweise von Mudejar-Baumeistern errichtet wurde, die aus Andalusien bis nach Torres del Río gelangt waren.

 

Und von der Apsis aus bewacht eine Christusfigur aus dem 13. Jahrhundert, bekannt unter dem Namen "Heiliger Jesus Christus der Grabritte", das Gotteshaus. In diesem Teil der Kirche sind auch feingliedrige Säulen mit maurisch beeinflussten Kapitellen zu sehen, auf denen Ungeheuer und Zentauren abgebildet sind.

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